„Das Kulinarische Stadtfest ist tot“, sagt Volker Seitz, einer der bisherigen Organisatoren, auf Anfrage des SÜDKURIER. Der Grund sei das Sterben des Vereins Häfler Gastronomie und Kultur vor einem Jahr, der das Fest getragen hatte. „Wenn das nur noch ein paar Leute machen und nur noch drei Zelte stehen, macht es keinen Sinn mehr.“ Die Auflösung des Vereins vor einem Jahr hätte nicht das Ende des Kulinarischen Stadtfestes bedeuten sollen. Damals blickte Volker Seitz, ehemaliger Vorsitzender des Vereins und Betreiber des „El Bocado“, noch optimistisch in die Zukunft. Er hatte angekündigt, dass die Organisatoren an einer neuen Struktur arbeiten und sie im November vorstellen wollten.
Ganz gibt Seitz die Hoffnung aber nicht auf: „Wenn von außen her Interesse bekundet würde, zum Beispiel Unterstützung von der Stadt oder, wenn andere Wirte sagen würden: ‚Wir machen mit', dann könnte das Fest vielleicht wie der Phönix aus der Asche auferstehen, aber realistisch ist das nicht.“
Seitz' Kollege Josef Roth, Geschäftsführer des Spitalkellers, will das Fest hingegen retten. Roth glaubt, den Grund zu kennen, warum sich keine weiteren Wirte für die Teilnahme melden: „Viele Kollegen haben zu der Zeit Hochkonjunktur, wenn das Fest angesetzt war. Deshalb finden sie keine Leute, die dort bedienen können.“ Roth schwebt eine Lösung vor: „Vielleicht finden wir einen anderen Termin, eventuell Ende Juni, aber dafür müssen wir uns erst mal mit der Stadt zusammensetzen.“ Unabhängig von der Terminfindung sucht Roth weitere Wirte, die mitarbeiten wollen. Momentan seien es nur vier Interessenten. „Das Minimum sind fünf Wirte, sonst hat es keinen Wert. Das ist schade, es war ein schönes Fest“, sagt Roth. Wie im vergangenen Jahr fasst Roth den Herbst als Zeitpunkt für Entscheidungen ins Auge. Bis Oktober möchte er das Konzept überdenken, nochmals Wirte zur Mitarbeit einladen und mit der Stadt über einen neuen Termin sprechen.
