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Friedrichshafen Kindergarten St. Maria feiert seinen 50. Geburtstag

Vor einem halben Jahrhundert wurde der Kindergarten St. Maria im Friedrichshafener Stadtteil Jettenhausen eingeweiht. 160 Kinder wurden damals in vier Gruppen von je einer Erzieherin betreut. Außerdem gab es eine Vorpraktikantin in der Einrichtung. Die heutige Leiterin Jennifer Krippe meint: "Unglaublich!" Mit einem Fest an Christi Himmelfahrt feiert die Einrichtung ihren runden Geburtstag, zeitgleich mit dem Gemeindefest der Kirchengemeinde.

Friedrichshafen – Kinder, wie die Zeit vergeht! 50 Jahre ist es her, dass der Kindergarten der Jettenhausener St.-Maria-Gemeinde eingeweiht wurde. An Christi Himmelfahrt soll das Jubiläum, auch im Rahmen des Gemeindefestes, mit Gottesdienst und vielen Programmpunkten gebührend gefeiert werden.

Kein Blick in die Zukunft ohne einen Blick in die Vergangenheit: In der Nachkriegszeit war in Jettenhausen ein großes Wohngebiet für Familien entstanden. Auch der Bau einer Kirche mit Gemeindezentrum und eines Kindergartens war in der Planung vorgesehen. Im Juli 1960 wurde die Einweihung der neuen Pfarrkirche gefeiert. Zunächst wurde ein provisorischer Kindergarten im Gemeindesaal unter der Kirche untergebracht.

Zu jenen, die den Bau des neuen Kindergartens unermüdlich vorantrieben, zählte vor allem der damalige Gemeindepfarrer Anton Hug. Am 2. Oktober 1966 wurde schließlich der Kindergarten St. Maria seiner Bestimmung übergeben. Wie groß der Bedarf war, lässt sich belegen: 160 Mädchen und Jungen wurden in vier Gruppen zu je 40 Kindern aufgenommen – und von jeweils einer Erzieherin betreut. Eine Vorpraktikantin unterstützte sie. Außerdem gab es eine Warteliste von 80 bis 100 Kindern.

Die heutige Kindergartenleiterin Jennifer Krippe befindet: "Unglaublich und in unserer modernen Kindergartenwelt nicht mehr vorstellbar." Ein aktueller Vergleich: Heute werden im St.-Maria-Kindergarten maximal 47 Kinder von zwei bis sechs Jahren in zwei Gruppen betreut – bei einem Stellenschlüssel von 2,2 pädagogischen Fachkräften pro Gruppe.

Geändert haben sich aber nicht nur die Zahlen, sondern auch die pädagogischen Konzepte. Früher habe man im Zusammenhang mit dem Kindergarten oft das Wort "Aufbewahrung" benutzt, betont die Kindergartenleiterin. Heute nehme die frühkindliche Förderung einen großen Stellenwert im Alltag ein, es werde im Rahmen eines offenen Konzepts in Lern- und Bildungsräumen situationsorientiert gearbeitet. "Jeder Raum hat ein eigenes Thema", erzählt Jennifer Krippe. So gehe es etwa in der Bärengruppe um den Rollenspielbereich mit unterschiedlichen Lebenswelten. Und in der Hasengruppe dürfen die Kinder im kreativen Bereich forschen. Zusammengefasst: "Jedes Kind soll seine Bedürfnisse stillen können."

Wie stark sich die Kindergartenwelt in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt hat, davon kann Gabi Schnering-Wolf ein Lied singen. Seit 1978 ist sie Erzieherin in St. Maria, war auch 30 Jahre Kindergartenleiterin. Natürlich erinnert sie sich an die zahlreichen baulichen Veränderungen, die im Laufe der Jahrzehnte angepackt wurden. Mit der letzten grundlegenden Sanierung, die im vergangenen Jahr abgeschlossen werden konnte, wurde das neue offene pädagogische Konzept eingeführt. "Der Kindergarten ist meine Welt", sagt Gabi Schnering-Wolf. Sie ist noch immer voller Leidenschaft für ihre Arbeit. "Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, die Wertschätzung für die Kinder zum Ausdruck zu bringen und den Eltern zu zeigen, dass sie durch den Kindergarten Unterstützung erfahren."

Das Programm

Der Kindergarten St. Maria Jettenhausen feiert sein 50-jähriges Bestehen an Christi Himmelfahrt, 25. Mai, mit einem Gottesdienst zum Gemeindefest um 10.15 Uhr in der St.-Maria-Kirche. Hier wirkt auch der Kindergarten mit. Um 11.15 Uhr werden die Gäste mit einer Aufführung der Kinder im Außengelände des Kindergartens begrüßt. Ab 12 Uhr gibt es rund um den Kindergarten Spiel- und Bastelangebote für Groß und Klein. Um 14 Uhr wird zum Kasperletheater eingeladen, gespielt von den Eltern in der Turnhalle. Für die Bewirtung ist beim Gemeindefest gesorgt. Der Elternbeirat kümmert sich um Sektbar und Eisverkauf.

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