Friedrichshafen-Ailingen Junge sorgen für Freude
Die Leistungsgruppe der Abteilung Turnen des TSG Ailingen macht als Piraten beim Seniorennachmittag in der Rotachhalle eine gute Figur. Bild: Wörner
Friedrichshafen-Ailingen – Der alljährliche Nachmittag bekannt für sein erfrischendes Bühnenprogramm aus ganz verschiedenen Bereichen – vom Beitrag der Kindergartenkindern bis zum Tanztheater „Grufti Plus“. Die Kleinen erfreuten zum Auftakt mit einem Tanz, bei dem sie bunte Tücher flattern ließen und konzentriert die Schrittchen zählten.
In bewährter Weise und mit viel Charme moderierte Trudi Riek die Veranstaltung. „Es erwartet Sie eine märchenhafte Darbietung“, kündigte sie die Ballettkompanie aus Lindau von Marion Urbanzyk an. Sie hatte nicht zu viel versprochen, allein der Anblick der Kostüme war zauberhaft. Anmutig bis in die Fingerspitzen tanzten die Mädchen einen Fächertanz und ein temporeiches Pas de Deux aus „Ein Märchen – Die Feuerblume“, das nächstes Jahr in voller Länge im Graf-Zeppelin-Haus zu sehen sein wird.
Mit „Ein bisschen Frieden“ sang sich Elena Geiges in die Herzen der Senioren, wie an ihren Gesichtern abzulesen war. Alfredo, Erwin, Rolf und Uli unterhielten zwischen den Programmpunkten mit Oldies, so dass Kaffee und Kuchen, Viertele und Saitenwürstle gleich noch viel besser schmeckten. Natürlich kam auch die Zeit für einen kleinen Schwatz mit dem Tischnachbarn nicht zu kurz.
Gereimte Geschichten aus dem Alltag, mit spitzer Feder und oberschwäbischem Humor auf den Punkt gebracht, hatte Worthandwerkerin Ingrid Koch im Gepäck. Mit „Mr isch halt koine zwanzge meh“ traf sie den Nagel auf den Kopf und hatte die Lacher auf ihrer Seite. Besinnlicher und mit einer Portion schwarzem Humor als Würze hielt sie den Zuhörern mit „Allerheiligen“ einen Spiegel vor. Wer kennt ihn nicht, den kritischen Vergleich des „eigenen“ Grabs mit dem in der Nachbarreihe?
Einen ganz anderen Akzent setzte die Leistungsgruppe der Abteilung Turnen des TSG Ailingen. Als flotte Piraten sprangen sie in der Flugrolle übers Pferd und schlugen Salti, so dass einem der Atem stockte.
Das Tanztheater „Grufti Plus“ zeigte einen afrikanisch inspirierten Tanz, eine gelungene Überleitung zum Gespräch mit Schwester Digna Volkwein, die lange Jahre als Missionarin in Tansania tätig war. Schließlich gaben Marita Hasenmüller, Sabine Hauke und Angelika Fischer den Ailinger Senioren mit „SAM Puschaps a-capella“ zum Abschluss unterhaltsamer Stunden noch einen musikalischen Gruß mit auf den Nachhauseweg.
