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Friedrichshafen/Uhldingen-Mühlhofen Iren Dorniers S-Ray 007 fliegt jetzt auch

16.07.2007
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Es schwimmt nicht nur - es fliegt jetzt auch: Iren Dorniers Amphibienflugzeug S-Ray 007 ist am Samstag auf dem Flughafen Friedrichshafen erstmals abgehoben. Nach dem Jungfernflug und den folgenden Testflügen zeigten sich Wolfgang Wagner, Geschäftsführer der Firma Dornier-Technologie aus Uhldingen-Mühlhofen, und Testpilot Gerhard Thalhammer begeistert.

Es war durchaus ein historischer Moment, als der einmotorige Zweisitzer S-Ray 007 (Stingray, wie vorgesehen, darf es sich aus namensrechtlichen Gründen nicht nennen) auf der Startbahn abhob. Fast 17 Jahre nachdem das letzte, neu entwickelte Dornier-Flugzeug, die Do328, abhob und 69 Jahre nachdem mit der Do26, das letzte Serien-Dornier-Flugboot seinen Erstflug hatte, stieg am Samstag kurz nach 15.30 Uhr wieder ein neues Flugzeug, das den Namen Dornier trägt, in die Luft. Iren Dorniers Firma "Dornier Technologie" in Uhldingen-Mühlhofen will die Tradition des Dornier-Flugzeugbaus fortsetzen. Das sieht man der S007 an: Der bootsartige Rumpf: unverkennbar Dornier. Die "Stufe" an der Rumpfunterseite: Dornier. Der Flügel: Dornier (abgeleitet vom TNT-Flügel). Sogar die Grundidee ist von Dornier, von Großvater Claude Dornier persönlich: Dessen Kleinflugboot "Libelle" aus dem Jahr 1922 war Vorbild für die S-Ray 007. Selbstverständlich wurde vieles verändert - von der Rumpfform bis zur Form der Schwimmerstummel. Die "Libelle" war ein reines Flugboot, die S-Ray 007 ist ein Amphibienflugzeug, kann auf Land als auch auf Wasser starten und landen. Im Gegensatz zur "Libelle" aus Metall ist sie aus modernen Kohlefaserverbundwerkstoffen gebaut. "Metallbauweise wäre heute viel zu teuer", sagt Wolfgang Wagner, selber ein Ex-Dornianer. Iren Dornier, Enkel Claude Dorniers, erlebte den Erstflug seines neuen Fliegers nicht mit. Er war mit der Do24ATT zu Gast auf dem Wolfgangsee in Österreich.

Egal, die Zeit für den Erstflug drängte. Denn am kommenden Wochenende soll die S-Ray 007 beim weltgrößten Event für allgemeine Luftfahrt in Oshkosh/USA gezeigt werden. Nach Schwimmtests zu Wochenbeginn am Seemooser Horn und einigen Rollversuchen am Freitagabend auf dem Flughafen arbeiteten die Dornier-Technologie-Mitarbeiter bis am Samstagmittag an kleineren technischen Veränderungen. Erst gegen 11 Uhr am Samstag war die Testflugerlaubnis des Luftfahrtbundesamts eingetroffen - zum Glück.

Natürlich ging nicht alles glatt - das ist bei den kleinen Fliegern nicht anders als bei großen. "Das eine oder andere müssen wir ändern, aber nichts Gravierendes", sagte Wolfgang Wagner. "Testpilot Gerhard Thalhammer hat uns gelobt. Das Flugzeug ist wendig und gut zu steuern. Er wollte es nach drei Testflügen mit insgesamt einer Stunde Flugzeit nicht mehr hergeben." (Thalhammer absolvierte übrigens auch die Erstflüge der Do328 und Do328Jet.)

Heute Abend geht die S-Ray 007 in einem Container per Luftfracht nach Oshkosh im US-Bundesstaat Wisconsin. Dort will Iren Dornier Käufer finden. "Interessenten gibt es schon jetzt", sagt Wagner. Die zweite S-Ray007 ist im Bau, im Herbst soll die Serienproduktion beginnen. Gut 100000 US-Dollar soll das 115 PS starke Sportgerät kosten, das bis zu 200 Kilometer pro Stunde schnell sein soll.

Friedrichshafen
Klarstellung
Von unbekannt
Sehr geehrter Herr Boller,
sie haben einen schönen Artikel geschrieben der allerdings ...
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