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Friedrichshafen Hochsommer-Hitze: So kühlen sich Häfler ab

17.08.2012
Friedrichshafen -  Häfler erzählen, was sie gegen die Hitze tun: Baden und zu Hause im Kühlen bleiben stehen hoch im Kurs. Manche schwören auf kalte Duschen, Fußbäder und Getränke, andere trinken Lauwarmes. Ein Eis gehört für viele zum Sommer.

Baden gehen steht für viele Häfler am heißen Wochenende an. Das Ailinger Wellenbad ist ideal für Familien. Das kühle Bodenseewasser lässt sich in den Strandbädern in Friedrichshafen und Fischbach oder an anderer Stelle am Ufer genießen.  Bild: Mende

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Die Schüler in ihren Sommerferien und die Urlauber freut es, die arbeitende Bevölkerung stöhnt: das Wochenende wird heiß. Während Familien, die frei haben, den ganzen Tag im Schwimmbad oder in der abgedunkelten Wohnung verbringen, müssen die Kollegen bei der Arbeit sehen, wie sie mit den hohen Temperaturen klarkommen. Der SÜDKURIER hat sich umgehört, wie die Häfler sich vor der Hitze schützen.                       

„Ein Weißbier trinken im Schatten“, schlägt der 63-jährige Ralf Gatzka vor. Er ruht sich gerade auf einer schattigen Bank an der Uferstraße aus. Carmen Mayer braucht etwas mehr Bewegung. „Am liebsten kühle ich mich in einem See ab, Hauptsache, es ist ein natürliches Gewässer“, sagt die 46-Jährige. Ihre Füße hatte sie heute auch schon im Bodensee. Kühlung bringe auch: „Eis essen, Eistee trinken, Tauchen gehen.“ Auch Jonas Jüttner (23) geht ins Wasser: „Der See bietet sich natürlich an, ich gehe dann auch gern mit dem Kopf unter Wasser. Heute schwimme ich mal raus zur Fontäne.“ Besonders schön findet Jüttner die Badestelle vor dem Graf-Zeppelin-Haus. Er hat einen ausgefallenen Trick: „Gestern habe ich mir in einem Eis-Café Eiswürfel geben lassen, weil das Eis nicht gereicht hat, und habe mir damit über Stirn und Nacken gerieben.“    

„Zu Hause bleiben und den Ventilator anschalten“, ist die Strategie von Gilles Embach (17). Er will früh morgens lüften und dann die Fenster und Rollläden geschlossen halten. So verfährt auch Judith Richter. Zudem sagt die 34-Jährige: Mein Sohn darf rumkrabbeln mit möglichst wenig an und ich trage leichte Kleidung.“ Die 59-jährige Petra Hertäg sagt: „Ich sitze daheim im Dunkeln. Abkühlung bringt eine kalte Dusche, Eis essen und lauwarme Getränke trinken.“ Die 77-jährige Erika Rauch hat ein bewährtes Konzept: „Ich lasse mir Wasser über die Arme laufen und gehe nur morgens aus dem Haus, wenn es noch nicht so heiß ist.“


Die Frei- und Strandbäder im Bodenseekreis
  • Strandbad Friedrichshafen: Der Eintritt kostet für Erwachsene 1,60 Euro und für Kinder von vier bis 18 Jahren 80 Cent. Die Familienkarte ist für 4,20 Euro zu haben.
  • Frei- und Seebad Fischbach: Erwachsene zahlen 3,20 Euro und Kinder bis 18 Jahre 1,60 Euro. Eine Familienkarte gibt es für 8 Euro.
  • Aquastaad Immenstaad:Der Eintritt kostet für Erwachsene 3,90 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Kinder unter sechs Jahren sind frei, Kinder bis 17 Jahre zahlen 1,90 Euro.
  • Überlingen: Strandbäder Nußdorf, Ost- und Westbad: Der Einzeleintritt kostet für Erwachsene 3 Euro und für Kinder von 6 bis 16 Jahren oder Schüler bis 22 Jahren 1 Euro. Studenten und Berufsschüler zahlen 2 Euro. Kinder bis zu 5 Jahren haben in Begleitung eines Erziehungsberechtigten freien Eintritt. Behinderte mit einer Behinderung von über 50 Prozent zahlen nur den halben Eintrittspreis.
  • Wellenbad Ailingen: Erwachsene zahlen 3,20 Euro und Kinder bis 18 Jahre 1,60 Euro. Eine Familienkarte gibt es für 8 Euro.
  • Der Eintritt zu den Strandbädern Sipplingen, Uhldingen-Mühlhofen, Hagnau und zum Baden im Naturerlebnispark Schlosssee in Salem ist frei.
  • Strandbad Eriskirch: Einzelkarten für Erwachsene kosten 3,50 Euro, mit Gästekarte 3 Euro, Schüler, Studenten und Schwerbehinderte mit gültigem Ausweis zahlen 2 Euro, Kinder zwischen sechs und 18 Jahren zahlen 1 Euro. Die Familienkarte kostet 7 Euro.
  • Strandbad Kressbronn: Für den Einzeleintritt zahlen Erwachsene 2 Euro und Jugendliche 1 Euro.
  • Strandbad Langenargen: Tageskarten für Erwachsene sind zu 2,50 Euro zu haben, für Jugendliche zu 1,50 Euro. Familienkarten kosten 6 Euro.
  • Meersburg: Frei- und Strandbad: Der Einzeleintritt kostet für Erwachsene 4 Euro und für Kinder von 4 bis 15 Jahren 2 Euro. Bei den Erwachsenen können Schüler, Studenten, Zivildienstleistende und Schwerbehinderte, bei den Kindern Schwerbehinderte eine Ermäßigung von 50 Cent in Anspruch nehmen. Kinder bis zur 3 Jahre haben in Begleitung eines Erziehungsberechtigten freien Eintritt.
 

Stefan Rudert (57) geht ins Schwimmbad und trinkt viel. Außerdem sagt er: „Bei uns im Garten im Schatten ist es recht kühl, da kann man es aushalten.“ Im Garten sitzen will auch die 40-jährige Christine Wetzel. Körperwarme Getränke trinken und ein kühles Fußbad machen, sind auch heiße Tipps von ihr. Ansonsten: „Mit den Kindern bleibe ich im Haus und gehe erst um 16.30 Uhr raus, um in den Bodensee zu springen.“ Franz Wagner (81) ist pragmatisch: „Was soll man schon machen. Ich sitze zu Hause im Schatten.“ Seine Frau schlägt vor, Eiskaffee zu trinken. „Nichts Kaltes trinken, sondern lauwarm“, findet hingegen Peggy Raabe angebracht. „Ich bleibe zu Hause oder gehe mit meinen Kindern ins Wellenbad Ailingen“, sagt die 28-Jährige.

Ein Genießer ist der 80-jährige Josef Zell: „Ich werde daheim auf der Terrasse nach dem Mittagessen ein Eis essen und dann noch mal so um 16 Uhr, das hat man ja jetzt in der Kühltruhe schnell zur Hand.“ Wenig ausruhen kann die 62-jährige Semeha Behle. Sie bereitet das muslimische Zuckerfest am Sonntag vor. Die Hitze mag sie: „Ich bin 35 Grad gewohnt und bin froh, wenn es hier mal so heiß ist.“

Sich trotz Arbeit abkühlen kann Hubert Remmlinger. „Ich bin Hafenmeister und kann ins Wasser springen. Ich mache so oft wie möglich kalte Fußbäder“, sagt der 61-Jährige. Ganz modern kühlt sich der 29-jährige Bartloniej Gola ab: „Ich benutze kühlendes Gesichtsspray und trage einen Hut. Ich gehe auch gern in den Supermarkt und ins Museum, weil es dort schön kühl ist.“

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