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Großes Wetterglück für Menninger Jubiläumsfüchse

12.02.2007


s' Wetter könner mer it ändra, alles andre könner mer mache." Präsident Marcus Arendt wusste beim Zunftmeister-Empfang gestern Morgen noch nicht, dass Petrus noch ein Einsehen haben würde. Pünktlich zum Start des großen Narrensprungs durch Menningen lachte die Sonne und das Einzige, das es dann noch regnete waren Guetsle und Konfetti. Drei Tage lang hatte die Menninger Fuchszunft am Wochenende ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert.

Während sich die ersten Narren bei Schneetreiben und Regen am Vormittag nach und nach zum Frühschoppen mit der Musikkapelle Heudorf im Festzelt einfanden, versammelten sich die geladenen Gäste zum Zunftmeister-Empfang in der Gemeindehalle. Marcus Arendt begrüßte die Ehrengäste im "Narrennest Menningen" und weil es im Jubiläumsjahr ein besonderer Empfang sei, wurde dieser mit dem Zunftballett eröffnet.

Ein großes Lob gab es zunächst für Vikar Daniel Kunz, der die Narrenmesse in der Menninger Kirche gehalten hatte. Bevor die Vertreter der geladenen Zünfte ihre Orden überreicht bekamen, dankte der Präsident der Stadt Meßkirch für die hervorragende Zusammenarbeit: "Alles was mer hend wella, hend mir au kriagt." Bürgermeister Arne Zwick bedauerte, dass seine Schirmherrschaft angesichts des trüben Wetters nur allzu wörtlich zu nehmen sei und freute sich trotzdem über den guten und problemlosen Verlauf des Narrentreffens.

"Namens der Einwohner und der bescheidenen Verwaltung vor Ort überbringe ich die Geburtstagsgrüße von dort", reimte Ortsvorsteher Karl Mägerle seine Ansprache zum Jubiläum als "einer mit niedrigstem Rang und magerstem Namen".

Emil Bösch von der Hopfenzunft Winterspüren redete sich das Wetter einfach schön: "Ab Platz 22 scheint die Sonne", beschwor er den Umzugsverlauf, womit er ja nachher auch nicht schlecht lag. "Im Großa und Ganza kommet mir gut aus - sonscht wära mir it komma zu eurem Narraschmaus", beteuerte die Leiterin der Ringgenbacher Bruchpiloten, Judith Droxner. Karin Meßmer von den Sentenharter Auenbachteufeln dachte schon weiter: "Heute Abend sind die Füchs bestimmt k.o. - nix mehr los mit Fuchs-Narro".

Den Umzug kommentierte dann Fuchs-Ehrenpräsident Alfred Hägele, der wohl zu den wenigen Menningern gehörte, die noch bei Stimme waren. Er präsentierte den "guten Querschnitt durch die heimische Fasnet", der sich bei strahlendem Sonnenschein durch das Narrennest bewegte. Dadurch, dass das Wetter erst kurz vor dem Umzug aufgeklart hatte, waren die Zuschauer-Zahlen weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. Dafür war die Stimmung unter Hästrägern und Zuschauern umso besser, hatte doch kaum einer mit einem trockenen Umzug - bei strahlendem Sonnenschein - gerechnet.

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