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Friedrichshafen Gemeinschaftsschule Schreienesch mit mehr Sport

Beim Frühlingsfest der Gemeinschaftsschule von Friedrichshafen wird der neue Sportzug vorgestellt. Daneben präsentieren Schüler ihre Projektarbeiten.

Hausaufgaben gibt es selten an der Schreienesch-Schule – und wenn es doch welche gibt? "Ich habe mein Buch in der Schule vergessen," sagt ein Schüler in flüssigem Englisch. "Mein Füller war leer." "Meine Schwester hatte Geburtstag, da konnte ich nicht arbeiten." "Meine Mutter hat gesagt, ich soll mein Zimmer aufräumen", sagen die anderen. Die Aufgabe war: Finde eine Ausrede, keine Hausaufgaben zu machen – ein Sketch der Klasse 5 c zum Auftakt des Frühlingsfests der Schule. Vor ihnen hat die Bläserklasse unter der Leitung von Thomas Unger Volkslieder gespielt. Nach ihnen zeigt die Theater-Arbeitsgemeinschaft, wie aus Marionetten mit weißen Masken lebhaft tanzende Persönlichkeiten werden. So mitreißend endet "Die Geburt und das Leben", dass die Zuschauer mitmachen. Die Klassen 4 a und 4 b erörtern Kinderrechte. Sie erklären, worum es in der UN-Kinderrechtskonvention geht.

Was die Kinder an der Gemeinschaftsschule Schreienesch gelernt haben, präsentieren sie in ihren Klassenräumen. "Die Lieblingsfarbe der Häfler ist blau", sagt Alexander Lesar aus der 6 c. Für das Projekt "Daten erheben und darstellen" hat seine Klasse Umfragen gemacht und die Ergebnisse nicht nur aufgelistet, sondern plastisch in Säulen aus Styropor oder als Steinbild dargestellt. "Be smart, don´t start" ist das Motto der "Raucher-Vernissage" der Klasse 6 b. Comics, makabere Poster und eine Plakatwand weisen auf Folgen des Nikotinkonsums hin. Die Klasse 2 a zeigt in ihrem Klassenzimmer den Weg vom Schaf zur Wolle. Besucher dürfen selbst spielend lernen – Holzanhänger basteln, Grußkarten drucken oder raten, warum im Kolben mit Wasser und Algen nach drei Tagen mehr Luft und weniger Wasser ist.

In einem Raum wird über den geplanten Sportzug informiert. Ab kommendem Schuljahr können die Schüler der Klassen fünf und sechs zwei bis drei Stunden Sport zusätzlich wählen. Ab Klasse acht bietet die Schule Sport als Profilfach an, neben Spanisch und Naturwissenschaften. "Wir wollen interessierten Kindern ein sehr breites Sportangebot machen und dazu mit den Vereinen kooperieren", erklärt Schulleiter Thomas Strobl im Elterngespräch. Da es genug Sportstätten gibt, müsse die Schule die Teilnehmerzahl nicht beschränken. Damit wird der Sportzug dem Anspruch der Gemeinschaftsschule gerecht, Kinder verschiedener Niveaustufen miteinander zu unterrichten. "Die Kinder profitieren voneinander", sagt Elternvertreterin Christina Müller. Ihre Kollegin Liane Deprez ergänzt: "Wenn ein Kind etwas schon verstanden hat, erklärt es das einem anderen." Am Konzept der Schule schätzen die Eltern auch das selbstständige Arbeiten und dass Hausaufgaben in der Schule erledigt werden.

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