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Friedrichshafen Gemeinderat beschließt neue Sportförderrichtlinien einstimmig

Quer durch alle Fraktionen sind die neuen Sportförderrichtlinien in jüngster Gemeinderatssitzung am Montagabend als gute Lösung oder sogar als sehr gute Lösung bezeichnet worden – auch wenn nicht jeder Wunsch berücksichtigt werden kann. Das überarbeitete Regelwerk gilt rückwirkend zum 1. Januar 2017.

Oberbürgermeister Andreas Brand erklärte, dass in den neuen Sportförderrichtlinien die Frage nicht inbegriffen ist, wie sogenannter unorganisierter Sport außerhalb von Vereinsstrukturen gefördert werde. Dies sei keineswegs eine einfache Aufgabe. Bürgermeister Andreas Köster legte dar, dass die Sportförderung in Friedrichshafen mit Mitteln der Zeppelin-Stiftung ohnehin großzügig und einzigartig sei.

Namens der CDU-Fraktion lobte Stadträtin Magda Krom das Regelwerk: "Wir haben eine lange Diskussionsrunde erfolgreich hinter uns gebracht. Es sind gute Sportförderrichtlinien zuwege gebracht worden." Diese gelte es in den kommenden Jahren fortzuschreiben. Die CDU-Fraktion freue sich, dass die Sportförderrichtlinien den allermeisten Vereinen gerecht werden.

Stadträtin Dagmar Hoehne (Freie Wähler) – auch amtierende Vorsitzende des Stadtverbands Sporttreibender Vereine (SSV) – sagte, es sei selbstverständlich, dass diese Richtlinien künftig angepasst werden müssten. Hoehne weiter: "Es sind nicht alle Wünsche erfüllbar." Dennoch seien gute Kompromisse gefunden worden. Sie richtete ihr Augenmerk auf den unorganisierten Sport. "Bislang hat der SSV den Auftrag, den organisierten Sport zu fördern und zu unterstützen. Wenn auch nichtorganisierter Sport gefördert werden soll, braucht der SSV einen Auftrag vom Gemeinderat." Hoehne sprach sich dafür aus, dass die Sportförderrichtlinien in einem Zyklus von fünf Jahren angepasst und überarbeitet werden sollen. Ihr Fazit: "Ich glaube, dass die Mehrheit der Vereine zufrieden sein kann."

In der Fraktionserklärung für die SPD sagte Stadträtin Gabriele Pferd: "Aus unserer Sicht ist das eine gute Lösung." Es sei wichtig, dass persönliche Be- und Empfindlichkeiten zurückgestellt werden. Und: "Wir stimmen der Vorlage zu." Namens der Fraktion von B 90/Grüne gab Stadträtin Regine Ankermann den neuen Sportförderrichtlinien ein "Sehr gut". Sie sagte, "die Vereine können zufrieden sein, mit dem, was sie bekommen haben." Auch wenn sich gezeigt habe, dass "nicht für jeden Vereinskochtopf das passende Deckelchen" gefunden worden sei. "Im Großen und Ganzen können die Vereine zufrieden sein, wir stimmen zu." Stadträtin Gerline Ajiboye-Ames (FDP) sprach davon, dass "ein Solidarpakt Sport" geschaffen worden sei – "für 66 Sportvereine mit rund 26 000 Mitgliedern". Es sei wichtig, mögliche Ungleichbehandlungen zu beheben. Dies hat Bürgermeister Köster angekündigt. Es werde ein Extraprogramm unabhängig von den Sportförderrichtlinien aufgelegt.

Ein paar Kernpunkte

Großsportanlagen werden nicht wie ursprünglich geplant nur noch zu 90, sondern zu 95 Prozent gefördert. Dadurch bleibt laut Beratungsunterlagen die Möglichkeit erhalten, auch Geld vom Württembergischen Landessportbund (WLSB) zu bekommen, was bei 100-prozentiger Förderung nicht der Fall sei. Dass ein Verein 30 Prozent Häfler Mitglieder für anteilige und 60 Prozent Häfler Mitglieder für vollständige Förderung haben muss, bleibt Teil der neuen Richtlinie. Ebenso die Erhöhung des Mindestanteils von Kindern und Jugendlichen auf mindestens 15 Mitglieder unter 18 Jahren. Förderanträge für Großsportanlagen aus dem Jahr 2016 werden noch nach den alten Richtlinien behandelt und zu 100 Prozent finanziert. Laut Stadtverwaltung entstehen der Stadt durch die neuen Richtlinien Mehrkosten von rund 113 000 Euro pro Jahr, was einer Steigerung von 15 Prozent entspreche.

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