Magenkrämpfe. Erbrechen. Die Gefahr von Ohnmacht. Und das Rote Kreuz ist auch schon da. Was wie eine besonders unangenehme Krankheit klingt, nehmen die Teilnehmer eines Chili-Wettessens, das die Firma "Hot Mamas" in Überlingen veranstaltet, als mögliche Folgen der Teilnahme freiwillig in Kauf. Über die Risiken klären die Veranstalter auch auf und schmücken diese sogar noch ein wenig aus: "Wenn Sie ein Kribbeln im Ohr verspüren, sollten Sie sofort aufhören zu essen. Das ist das Notsignal des Körpers."
Kribbeln in den Ohren verspüren die Teilnehmer zwar nicht, dafür treten ihnen aber Schweißperlen auf die Stirn und Tränen in die Augen. Schon als sie eine besonders scharfe Bratwurst zu sich nehmen, haben einige Teilnehmer zu kämpfen - einer der Kandidaten muss sogar ausscheiden, weil er es schlicht nicht aushält. Dabei ist die Currywurst nur der Gewöhnungshappen. Ans Eingemachte geht es, als die Wettbewerbsteilnehmer Hundertgrammweise echten roten, klein geschnittenen Chili vorgesetzt bekommen. Und der hat einen Schärfegrad von 180000 Scoville. "Man braucht viel Flüssigkeit, um nur einen Tropfen hiervon zu neutralisieren", informieren die Mitarbeiter von "Hot Mamas". Wobei Wasser im Notfall nichts nutzt. Deshalb wird den Teilnehmern zur Sicherheit Milch und Brot auf den Tisch gestellt - das neutralisiert. Wer zu diesem Rettungsanker greift, scheidet allerdings automatisch aus dem Wettbewerb aus. Olivenöl dürfen die Teilnehmer hingegen verwenden, damit der Mud schmerzunempfindlicher wird.

Ein dickes Ausrufzeichen
Jetzt beginnt die entscheidende Phase
Marco Reich mit dominantem Auftritt