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Friedrichshafen Friedrichshafener Pastor vermittelt in Visumfrage

18.08.2012
Friedrichshafen -  Andreas Sohl von der Freien Christengemeinde „Foyer“ diskutiert mit Parlamentariern und Senatoren in Brasilia

Der Friedrichshafener Pastor Andreas Sohl (links) mit Übersetzer Aldino Krüger (Mitte) und dem Parlamentarier Ronaldo Nogueira, der Sohl gerade vorstellt.  Bild: dymel

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Der Friedrichshafener Pastor Andreas Sohl hat vor 60 Senatoren und Parlamentariern im Regierungsviertel von Brasilia referiert, um sich für eine Visavergabe für freiwillige, humanitäre Helfer aus der Bundesrepublik einzusetzen. Die Freie Christengemeinde „Foyer“ Friedrichshafen ist als „weltwärts“-Entsendestation von der Bundesregierung anerkannt.

Auch die Gouverneurin von Rio De Janeiro, Benedita da Silva, und Vertreter der Regierung aus Paraguay, unter anderem der ehemalige Wirtschaftsminister Carlos T. Walde, nahmen an diesem Treffen teil.

Seit 2010 stellt die brasilianische Regierung freiwilligen Helfern aus dem Ausland kein Visum mehr aus, weil der ehemalige Präsident des bevölkerungsreichsten Staates in Südamerika, Lula, Brasilien vom Entwicklungsland zur Wirtschaftsnation erklärte und damit humanitäre Hilfe auf dem Papier überflüssig wurde. Doch Rang 6 auf der Liste der wichtigsten Wirtschaftsnationen kann nicht über die in Brasilien herrschende Armut, besonders in den Favelas der Großstädte, hinwegtäuschen.

Parlamentarier Ronaldo Nogueira hatte deshalb Pastor Sohl als Vertreter einer „weltwärts“-Entsendestation, dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Berlin, eingeladen, um den Parlamentskollegen und Senatoren so die Möglichkeit zu geben, sich direkt an der Basis zu informieren.

Auch traf Sohl den stellvertretenden Geschäftsträger der Deutschen Botschaft in Brasilia, Bernhard Kampmann, um gemeinsam mit ihm und dem Parlamentarier Nogueira Strategien zu entwickeln, damit die dringend benötigten Bundesfreiwilligen-Dienste in Brasilien durch die notwendigen Visagenehmigungen wieder möglich werden. Dieses Ziel wollen die Beteiligten mit Nachdruck verfolgen und innerhalb der nächsten sechs Monate verwirklichen.

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