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Friedrichshafen Fasnachtsbilanz: Narren bleiben relativ brav

23.02.2012
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Die Polizei ist mit der diesjährigen Fasnet zufrieden. Es gebe einen „erheblichen Rückgang von Minderjährigen, die mit Alkohol angetroffen wurden“. Während die Jugendschutzteams der Polizei bei der Fasnacht 2011 noch 170 Jugendliche mit hochprozentigen Getränken aufgegriffen hatten, waren es dieses Jahr 114.„Wieder einmal hat sich die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Narrenvereinen und der Polizei im Bodenseekreis in vollem Unfang bewährt“, fasst Karl-Heinz Wolfsturm, Leiter der Polizeidirektion Friedrichshafen, zusammen.

„Dem professionellen Verhalten des eingesetzten Personals bei der Umsetzung der gemeinsam abgestimmten Maßnahmen zur Einhaltung des Jugendschutzes ist es in hohem Maße zu verdanken, dass dieses Ergebnis erzielt werden konnte.“ Der Rückgang des Alkoholkonsums bei minderjährigen Narren sei außerdem auch dem neuen Partypass zu verdanken, der ausschließt, dass Jugendliche nach Mitternacht bei Veranstaltungen bleiben dürfen.

Hans Peter Heilig, Leiter des Häfler Jugendschutzteams, zeigte sich förmlich begeistert vom Ablauf der diesjährigen Fasnet: „Ich bin rundum zufrieden, wie es diesmal abgelaufen ist. Die Jugendlichen haben sich gut verhalten, es gab weniger Gewalt und weniger Suff“, lobt er den närrischen Nachwuchs. Die Jugendschutzmaßnahmen begännen zu greifen, erklärt Heilig und vor allem seien es die Jugendlichen selbst, die sie zu akzeptieren scheinen. So sei der Partypass in der Fasnet ein echter Erfolg gewesen. „Ich war ja eher einer der Skeptiker des Partypasses, aber er wird tatsächlich gut angenommen“, sagt der erfahrene Leiter des Jugendschutzteams der Polizei. Beim Hexenball in Langenargen seien beispielsweise 350 dieser Pässe abgegeben worden und nur zwei wurden liegen gelassen. „Das zeigt, dass die Jugendlichen die Regeln akzeptieren“, freut sich Heilig. Nur zwei Jugendliche wurden bei dieser Fasnet wegen einer Alkoholvergiftung auffällig, einer der beiden 16-Jährigen musste sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden, bei seinem Freund ergab der Alkoholtest 1,4 Promille. Alles in allem aber fällt Heiligs Bilanz positiv aus. „Vor allem die Zusammenarbeit mit den Vereinen und der Stadt klappt hervorragend“, lobt er.

Bei Verkehrkontrollen fielen der Polizei 33 Narren auf. 2011 waren es 34. Laut Polizei müssen 16 Fahrer mit einem Strafverfahren rechnen, 2011 waren es neun. Die Gewaltdelikte seien dagegen zurückgegangen. Die Polizei registrierte dieses Jahr 20 Gewaltdelikte, 12 weniger als 2011. Unter diesen 20 Delikten sind auch vier Fälle, in denen in Tettnang K.o.-Tropfen in Getränke gemischt wurden.

 
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