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Friedrichshafen Ermittlungen wegen versuchten Totschlags: Flüchtiger 24-Jähriger stellt sich

Ein nächtlicher Hubschrauber-Einsatz riss in der Nacht zum Donnerstag Häfler aus dem Schlaf. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittag mitteilten, wurde nach einem 24-Jährigen gefahndet, der in einer Gemeinschaftsunterkunft in der Schwabstraße unter anderem einem 23-Jährigen lebensgefährliche Verletzungen zugefügt haben soll. Der 24-Jährige hat sich am Donnerstagabend gestellt.

In einer Gemeinschaftsunterkunft in der Schwabstraße – keine städtische, wie es in der Mitteilung der Ermittlungsbehörden zunächst hieß – wurden am Mittwochabend gegen 22.15 Uhr vier Personen verletzt. Wie die Staatsanwaltschaft Ravensburg und das Polizeipräsidium Konstanz am Donnerstagmittag mitteilten, begaben sich nach derzeitigen Erkenntnissen vier Männer im Alter von 21, 23, 34 und 36 Jahren in das Gebäude, wo es zum Streit mit einem 24-jährigen Asylbewerber kam. Die Männer sollen den 24-Jährigen im Gebäude verfolgt haben, es sollen Schüsse gefallen sein. Während der Auseinandersetzung soll der 24-Jährige die vier Männer mit einem Messer verletzt haben. Der 23-Jährige wurde durch mehrere Stichverletzungen lebensgefährlich, der 36-Jährige schwer und die beiden 21 und 34 Jahre alten Männer leicht verletzt.

Noch in der Nacht zum Donnerstag wurde eine Sonderkommission zur Aufklärung der Tatumstände gebildet. Ermittelt wird wegen versuchten Totschlags, so Polizeisprecher Fritz Bezikofer. Bei der Fahndung wurde in der Nacht zum Donnerstag auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. 
 



Am Donnerstagabend stellte sich der 24-Jährige über seinen Rechtsanwalt, wie die Staatsanwaltschaft Ravensburg und das Polizeipräsidium Konstanz am Freitagmorgen mitteilten. Er wurde festgenommen, die Ermittlungen zum genauen Tatablauf und zum Motiv dauern an.

Gefährliche Körperverletzung, Diebstahl mit Waffe, räuberische Erpressung: die Polizei war in dieser Woche nicht zum ersten Mal im Einsatz in der Gemeinschaftsunterkunft in der Schwabstraße. Wie Bezikofer auf SÜDKURIER-Anfrage sagte, handelt es sich bei dem 24-Jährigen um den Mann, der seit Dienstag bereits wiederholt im Polizeibericht Erwähnung fand. In welchem Verhältnis die vier anderen Männer zu dem Asylbewerber stehen und weshalb sie am Mittwochabend die Unterkunft aufsuchten, sei Gegenstand der aktuellen Ermittlungen. Nach Auskunft von Bezikofer waren die vorangegangenen Taten des 24-Jährigen nicht ausreichend, um den Mann dingfest zu machen und beispielsweise in Untersuchungshaft zu nehmen.

Lebensgefahr besteht bei dem 23-jährigen Verletzten laut Mitteilung aktuell nicht mehr. Die drei übrigen Männer wurden – nach ärztlicher Behandlung – über Nacht vorläufig festgenommen und am Morgen wieder auf freien Fuß gesetzt.

 

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