Der 1. Vorsitzende Hans-Martin Hell eröffnete mit seinem Jahresrückblick: Die erste öffentliche Aktion 2010 begann am 24. April mit einem Sinfoniekonzert, bei dem Werke von C. M. v. Weber, Schumann und das 2. Klavierkonzert von Chopin zur Aufführung kamen. Im Juli hielt das Wetter beim Serenadenkonzert in Tettnang Musiker und Publikum mit einigen Regentropfen in Spannung.
Beim 2. Sinfoniekonzert am 28. November war neben dem Violinkonzert von Bruch, Dvoraks 8. Sinfonie das leicht schräge Werk „Le boeuf sur le toit“) von D. Milhaud ein außergewöhnlicher Programmpunkt. Ein ungewöhnliches Crossoverkonzert in St. Nikolaus brachte am 26. Dezember für 13 unverzagte Sinfoniker eine besondere Erfahrung. Bei seinem Ausblick sprach der Vorsitzende ein Konzert in St. Dié an, das in Weissenau wiederholt wird. Nach der Serenade in Tettnang ist ein Konzert mit Nikolai Gersak in St. Canisius geplant.
Der musikalische Leiter, Joachim Trost, ging nochmals auf das Chopin- Konzert ein und hob die gute Begleitung des Solisten hervor, der ebenfalls von der guten Orchesterarbeit angetan war. Ziel sei, so Trost, weniger gespielte Werk in den Konzertplan einzubeziehen und auf stilistische Vielfalt zu achten. Mit dem reichen Angebot des Kulturamts der Stadt ergebe sich auch eine gewisse Konkurrenz, der man sich stellen müsse.
In seinem Ausblick für 2011 ging Trost zunächst auf das Konzert in St. Dié mit Werken von J.S. Bach, V. Williams und Vivaldi ein. Die Schlosshof- Serenade steht unter dem Motto „Rosen aus dem Süden“: Geboten wird spanische Musik mit französischem und österreichischem Einschlag. Beim Konzert in St. Canisius sind Werke von Vauham Williams, Mendelssohn und A. Guilmant (2. Sinfonie mit Orgel) vorgesehen. Auch für das Konzert im Februar 2012 gibt es schon Pläne.
In seiner Zustandsbeschreibung bescheinigte Trost dem Orchester eine quantitativ gute Besetzung, wobei eine qualitative Steigerung wünschenswert wäre. Trosts Lob gipfelte im Satz: „Dieses Orchester muss man lieb haben.“
Hans-Martin Hell machte denn auch Vorschläge für eine qualitative Verbesserung des Orchesters. Das führte ebenso zu einer regen Diskussion wie der Antrag Gunhild Hells, ein Programmangebot für Kinder zu erstellen. Sie sollten mehr in das musikalische Tun ihrer Eltern eingebunden oder doch näher damit bekannt gemacht werden.
Schatzmeister Jörg Hartmann konnte von geordneten Finanzen berichten. Kassenprüfer Peter Nolte bescheinigte ihm eine einwandfreie Kassenführung und empfahl eine Entlastung des Vorstandes, die auch einstimmig erfolgte. Zuletzt wurden bei den Wahlen Notenwart Walter Kuhn und Beisitzerin Doris Rode in ihren Ämtern bestätigt.
