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Friedrichshafen Ein Kamel für die Sieger

20.05.2009
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Als gestern die Maschine der Royal Jordanian Airways um exakt 15.34 Uhr am Bodensee-Airport Friedrichshafen landete, lag der rote Teppich zur feierlichen Begrüßung mit den Musikkapellen Kehlen und Zogenweiler bereits parat. An Bord der königlichen Fluglinie: die Abenteurer der vierten Allgäu-Orient Rallye, die von Flughafen-Geschäftsführer Hans Weiss gebührend empfangen wurden

Das vierköpfige Siegerteam „Kette rechts und Bremse offen“ aus Türkheim, wurde in Amman von Prinzessin Basmah höchstpersönlich ausgezeichnet. Da sich die Rallye dem guten Zweck verschrieben hat, nahm die jordanische Fluglinie bei ihrer Rückkehr für Kinderheime Bekleidung, Kuscheltiere und Spielzeug mit in die Heimat. Die Prämie für die Gewinner der Wüstenrallye, ein lebendes Kamel, musste übrigens in Jordanien bleiben. Vor rund zwei Wochen fiel der Startschuss für die Wüstenrallye der anderen Art. Elf Tage dauerte die abenteuerliche Fahrt von Oberstaufen bis in den Orient nach Amman, die von Istanbul über den Bosporus, durch Anatolien und Syrien bis ins jordanische Königreich führte. Zudem mussten die Fahrzeuge mindestens 20 Jahre alt oder weniger als 2000 Euro wert sein. Übernachtet wurde in Zelten oder einfachen Unterkünften, die höchstens zehn Euro pro Nacht kosten durften – so lautete das strenge Reglement der Rallyeleitung. Vor Ort wurden die fahrbaren Untersätze verkauft, vor allem die Ersatzteile sind in Jordanien heiß begehrt. Rund 50.000 Euro Erlös brachte die vierte Wüstenrallye in diesem Jahr. Wüstenrallye für den guten Zweck. Der Verein, der die Rallye veranstaltet, arbeitet eng mit dem World Food Programm der UNO zusammen. Kein Wunder, dass der jordanische König Abduallah II. für dieses Projekt die Schirmherrschaft übernimmt. Unterwegs warteten auf die betagten Autos und ihre Fahrer nicht nur Schlaglöcher, Wüsten und Nebenstrecken, sondern auch Prüfungen wie beispielsweise das Beschaffen einer bestimmten Pfeffersorte. Bei einer Rekordbeteiligung von 180 Old- und Youngtimern hielten vorerst alle Fahrzeuge auf dem 6000 Kilometer langen Weg von Oberstaufen in die jordanische Hauptstadt Amman durch. Bei der abschließenden Wüstenprüfung Ende vergangener Woche gaben dann jedoch zehn Autos den Geist auf.

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