Trotz einer zunehmenden Verkehrsdichte blieb im Zeitraum von 2007 bis 2011 die Zahl der jährlich im Bodenseekreis von der Polizei registrierten Unfälle ähnlich hoch. Die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen schwer verletzt wurden, ging seit 2008 sogar leicht nach unten. Damals wurden von der Polizei 254 Unfälle erfasst, bei denen es Schwerverletzte gab. Im vergangenen Jahr waren es noch 228. Allerdings gab es 2011 insgesamt 18 Todesopfer nach Unfällen zu beklagen. Nach 17 Unfalltoten des Jahres 2008 hatte es 2009 einen deutlichen Rückgang auf acht gegeben. Doch in 2010 verdoppelte sich mit 14 Todesopfern dieser Wert beinahe. Diese Zahlen sind den Beratungsunterlagen für die Sitzung des Ausschusses des Kreistags für Umwelt und Technik zu entnehmen, der am kommenden Mittwoch tagt. Die Unfallstatistik auf die Tagesordnung gebracht hatte die SPD-Fraktion.
Was den Unfalldichte-Wert der B 31 anlangt, wird in den Unterlagen darauf hingewiesen, dass in die Auswertung auch die alten Abschnitte der Bundesstraße von Überlingen über Sipplingen bis zur Grenze zum Landkreis Konstanz Eingang gefunden haben. Diese alten Strecken sind schwächer belastet, aber immer noch als B 31 klassifiziert, lautet die Begründung.
Näher betrachtet wurden auch die Unfallzahlen für die B 33 auf dem Abschnitt zwischen Oberteuringen-Hefigkofen und der Grenze zum Kreis Ravensburg. Daneben wurde der Abschnitt von dieser Grenze bis zur Stadt Ravensburg unter die Lupe genommen, da auf dem zuletzt genannten Abschnitt Tempo 70 gilt. Nach einem Vergleich der Zahlen der Jahre 2003 bis 2011 lasse sich nicht ableiten, dass es durch ein Tempolimit weniger Unfälle gebe.
