Die Verantwortlichen des Friedrichshafener Dieselmotorenbauers Tognum AG blicken weiter positiv in die Zukunft. Aufgrund der Daten des ersten Quartals hält das Unternehmen an seiner Prognose für das Gesamtjahr 2012 fest. Erwartet werden ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich und eine bereinigte Umsatzrendite von mehr als 10 Prozent. „Aufgrund des nach wie vor guten Auftragsbestands von mehr als 2 Milliarden Euro sind wir zuversichtlich, unsere Ziele für das Geschäftsjahr zu erreichen“, erklärt Joachim Coers, Vorstandsvorsitzender der Tognum AG. „Vor dem Hintergrund der weiterhin großen Unsicherheit an den Kapital- und Rohstoffmärkten müssen wir im Laufe des Jahres aber mit Schwankungen in der Nachfrage rechnen.“
Der Auftragseingang war in den ersten drei Monaten mit 771,5 (Vorjahreszeit: 818) Millionen Euro geringer als im Vorjahr. Angesichts des um 5,8 Prozent auf 67,7 Millionen Euro gesunkenen bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) verweist das Unternehmen auf den planmäßigen Ausbau der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,6 Prozent auf 685,3 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss belief sich auf 44,3 Millionen Euro (-12,8 Prozent). Bis auf einen kleinen Rest gehören die Tognum-Aktien den Unternehmen Daimler und Rolls-Royce. Die völlige Übernahme ist blockiert wegen eines anhängigen Gerichtsverfahrens. Mit der Übernahme des Stromaggregate-Herstellers Aggretech beschäftigt Tognum nun mehr als 10 000 Mitarbeiter.
Die Tognum AG, Anbieter von Dieselmotoren, kompletten Antriebs- und Energiesystemen, ist mit ihrem Kernunternehmen MTU Friedrichshafen einer der wichtigsten Arbeitgeber am Bodensee.
