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Friedrichshafen Computerfreaks ganz unter sich

Über 200 Teilnehmer werden beim dritten Barcamp Bodensee gezählt. Themen rund um den Computer stehen im Mittelpunkt

Die drei wesentlichen Bestandteile eines Barcamps: Kaffee, ein Veranstalter (hier: Oliver Gassner) und viele interessierte Teilnehmer.
Die drei wesentlichen Bestandteile eines Barcamps: Kaffee, ein Veranstalter (hier: Oliver Gassner) und viele interessierte Teilnehmer. | Bild: Reiner

Von wegen Nerds und IT-Freaks beschäftigen sich nur mit Zahlen, Zocken und anderen weltfremden Themen. Unter Realitätsverlust leiden die rund 215 Teilnehmer des dritten Barcamps am Bodensee jedenfalls nicht. Bei der zweieinhalbtägigen Veranstaltung gibt es Sessions zu vielen Themen, die Hand und Fuß haben und sogar politisch sind wie etwa Occupy oder „Demokratie jetzt!“. Dass sogar Computerspiele einen lehrreichen Charakter haben können, ist nicht neu (Tim7 und Physicus sind inzwischen mehr als zehn Jahre alt). Diese Tatsache und dass sie sogar richtig politisch werden können, schleicht sich allerdings erst so langsam ins Bewusstsein der Allgemeinheit. Das ist schade, denn gerade Dinge wie der richtige Umgang mit Energie lassen sich auch spielerisch erlernen und verinnerlichen.

Oliver Gassner, der Hauptorganisator des Barcamps, denkt auch sonst sehr weit. „Bis auf den Kaffee kommt nichts von weiter her“, freut sich Gassner. Zusätzlich wurde für jeden Teilnehmer ein CO2-Zertifikat ausgestellt, so dass die gesamte Veranstaltung CO2-neutral abläuft. „Eigentlich haben wir sogar einen negativen Kohlenstoffdioxidwert“, scherzt Gassner. Schließlich seien die Zertifikate pro Anmeldung zugeteilt worden und es erschienen erfahrungsgemäß rund 20 Prozent nicht. Über 20 Prozent liegt dafür die Frauenquote beim Barcamp Bodensee, was für den deutschen Raum erfreulich hoch ist.

Auch sonst ist die Stimmung positiv, die Atmosphäre locker. „Hier laufen sogar die im T-Shirt rum, die sonst Anzug tragen“, beschreibt Gassner die Veranstaltung. Das bedeute nicht, dass ein Barcamp nicht inhaltlich ernstzunehmen sei. Vielmehr diene es sogar für viele als Fort- und Weiterbildungsmaßnahme. „Im konventionellen Rahmen existiert keine Fortbildung in diesen Bereichen“, weiß Gassner. Denn die Entwicklung sei dafür zu rasant. Das Format eines Barcamps mit Sessions statt Frontalvorträgen sei hingegen ideal. „Hier kann heute schon diskutiert werden, was gestern neu rausgekommen ist“. Dass es viele heiße Themen gibt, beweist das Sessionboard, das sich schnell füllt und verlängert wird.

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