Friedrichshafen Biotechnologie zum Anfassen
25.11.2011
Leben erforschen – Zukunft gestalten“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Am 1. und 2. Dezember gastiert der Truck auf Einladung der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis und des regionalen Netzwerks für Lebenswissenschaften „BioLago“ in Friedrichshafen auf dem Romanshorner Platz und macht Wissenschaft zum Greifen nah – mit „offener Tür“ sowie Praktika, Rundgängen und Karriereinformationen für Schüler.
Der 17 Meter lange und 6 Meter hohe „Bio-Technikum“-Truck ist laut Pressemitteilung mit 100 Quadratmetern Fläche Labor, Ausstellung, Multimedia-Raum und Dialogforum zugleich. Besucher erfahren beispielsweise wie Bodenbakterien durch Biotechnologie zu Schädlingsbekämpfern werden oder auf welche Art und Weise man in Zukunft Herzklappen oder Knorpelgewebe im Labor züchten könnte. Zahlreiche Schüler der Droste-Hülshoff-Schule sowie der Graf-Soden-Realschule Friedrichshafen werden zum Beispiel Erbgut aus der eigenen Mundschleimhaut isolieren. Zudem informieren Vertreter regionaler Firmen wie zum Beispiel Vetter Pharma in Ravensburg und DSL-Labor in Eriskirch über Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen.
Das bodenseeweite „Netzwerk für Lebenswissenschaften Bio-Lago“ freut sich, den Wissenschafts-Truck des Bundesforschungsministeriums trotz starker Nachfrage erstmals nach Friedrichshafen geholt zu haben, teilen die Veranstalter weiter mit: „Mit den Aktivitäten möchten wir die Bevölkerung in der Region auf eindrucksvolle Art und Weise aufklären, inwiefern die Biotechnologie Lösungen für gesellschaftliche Fragen bietet“, sagt Klaus Schäfer, Vorstandsvorsitzender von Bio-Lago. Benedikt Otte, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis GmbH ergänzt: „Die Biotechnologie wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten neue Berufsfelder schaffen, die mit forschenden Menschen besetzt werden sollen, die wollen wir schon heute neugierig machen.“
„Aufgrund unseres stetigen Wachstums suchen wir auch in Zukunft verstärkt nach Nachwuchskräften. Mit der Initiative möchten wir Schüler auf die vielseitigen Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in unserem Unternehmen aufmerksam machen“, berichtet Angelika Allgaier, Bereichsleiterin HR/Recht bei der Vetter Pharma-Fertigung GmbH. Sabine Lautenschläger, Geschäftsführerin des DSL-Labors aus Eriskrich, wird die Schüler über das Berufsbild des Molekulargenetikers aufklären: „Die Molekulargenetik eröffnet ungeahnte Diagnose- und Untersuchungsmöglichkeiten und wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Deshalb ist es wichtig, gerade jungen Menschen diese Methoden nahezubringen und generationenübergreifend über deren Nutzen zu informieren.“
„Offene Tür“ an zwei Tagen für Jung und Alt: am Donnerstag, 1. Dezember, von 15 bis 17.30 Uhr und am Freitag, 2. Dezember, von 11.30 bis 14 Uhr.
