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Friedrichshafen Besonderes Jahr für die Eriskircher Narrenzunft Streibemahder

Die Fasnet wird dieses Jahr für die Narren in Eriskirch außergewöhnlich: Der Kinderball findet zum 25. Mal statt und in diesem Jahr erstmals in der neuen Sporthalle des Gemeinde.

Die Aktiven der Eriskircher Narrenzunft Streibemahder legen sich mächtig ins Zeug, um dieses Jahr eine außergewöhnliche Fasnet im Dorf zu ermöglichen. Die Zunft feiert nämlich das 25-jährige Bestehen des Kinderballs. Auf Kinder und Familien ausgerichtet, wird dieser am Samstag, 23. Januar, unter dem Motto „Wickie und die starken Männer“ in der neuen Sporthalle der Gemeinde stattfinden. Ab 13.15 Uhr können sich Kinder bei Spielen austoben. Die Besucher werden auch bewirtet.

„Wir hoffen, dass der Veranstaltungsort dieses Jahr das erste und auch letzte Mal die neue Sporthalle sein wird“, sagt Mark Hemmer, Pressewart der Narrenzunft. Die Wilhelm-Schussen-Halle, in der der Ball sonst stattfinde, sei der bessere Ort – sowohl für den Kinder- als auch den Jugendball. Weil diese Halle momentan Asylbewerbern als Unterkunft dient, musste die Zunft umplanen. Uwe Dietrich, Zunftmeister der Streibemahder, erklärt: „Dass wir das Jubiläum des Kinderballs jetzt in einer größeren Halle feiern, hat aber auch Vorteile: Es gibt mehr Möglichkeiten, um größere Spielaktionen zu starten.“ Um den Kindern einen unvergesslichen Ball zu ermöglichen, sei nun einfach etwas mehr Arbeit nötig.

„Früher hat die Eriskircher Musikkapelle mit minimaler Animation etwas für Kinder auf die Beine gestellt. Das wurde irgendwann fallen gelassen“, berichtet Dietrich aus der närrischen Geschichte. In der Folge habe sich 1990 eine Gruppe gegründet, die ein Jahr darauf den ersten Kinderball veranstalten wollte. Wegen des damaligen Golfkriegs sei dieser allerdings abgesagt worden. „Wir waren gerade am Aufbau, dann hieß es: Die Fasnet wird abgesagt“, blickt Hemmer zurück. Am 8. Februar 1992 habe erstmals ein organisierter Kinderball stattgefunden, erzählt Hemmer. „Sechs bis acht Animateure sind direkt in der Halle bei den Kindern, einer macht Programm auf der Bühne“, erklärt Dietrich. Mit familienfreundlichen Preisen – 1 Euro für jedes Getränk oder Essen – wollen die Streibemahder den Kinderball für alle ermöglichen.

Im Anschluss an den Kinderball findet zwei Stunden später, um 19 Uhr, der siebte Jugendball der Narrenzunft unter dem Motto „Helden und Schurken“ statt. „Jedes Jahr ist das eine große Umbauaktion, bei der 50 bis 60 Mitglieder anpacken“, berichtet Dietrich. Seit der Jugendball ins Leben gerufen wurde, finde er am selben Tag statt wie der Kinderball. „Solange alle helfen, kann man das auch stemmen“, ist Martina Maier, Gründerin des Jugendballs, überzeugt. Zusammen mit Sabrina Spanagel wollte sie vor sieben Jahren eine Fasnetparty für die Jugendlichen organisieren. „Nachdem wir es dem Vorstand vorgestellt haben, wurde das Konzept dann zusammen verwirklicht“, sagt Maier. Im Laufe der Zeit habe sich ein „super Organisationsteam“ gebildet, das sie unterstützt: „Ohne meine tollen Helfer wäre unser Jugendball mit bester Partystimmung gar nicht möglich.“


Streibemahder organisieren Fasnet in Eriskirch

Die Narrenzunft organisiert nicht nur den Kinderball und den Jugendball, sondern auch noch viele andere närrische Veranstaltungen in Eriskirch.

Der Kinderball: Der Ball unter dem Motto „Wickie und die starken Männer“ findet am Samstag, 23. Januar, in der neuen Sporthalle statt. Einlass ist ab 13.15 Uhr, Beginn um 13.45 Uhr. Um 16.45 Uhr endet die Veranstaltung. Für Kinder kostet der Eintritt 1,50 Euro, für Erwachsene 2,50 Euro.

Der Jugendball: Er steht unter dem Motto „Helden und Schurken“. Mitfeiern können 12- bis 16-Jährige am Samstag, 23. Januar, ab 19 Uhr. Getanzt werden kann bis 22 Uhr. Der Eintritt kostet 3,50 Euro. Eine Garderobe ist vorhanden. Es wird kein Alkohol ausgeschenkt.

Weitere Fasnetstermine: Die traditionelle Dorffasnet am Gumpigen Donnerstag, 4. Februar, beginnt beim Rathaus mit dem Einholen der Streibemahder im Ried. Anschließend findet eine Kinder-Narren-Olympiade statt und das Rathaus wird gestürmt. Unterstützt durch den Kirchenchor Eriskirch und die Narrenzunft Streibemahder, wird der Narrenbaum gestellt. Es folgen der Feierabendhock im beheizten Festzelt sowie der Hemedglonkerumzug mit anschließender Party im Zelt mit „Rent a Bänd“. Am Fasnetsdienstag, 9. Februar, wird der Narrenbaum gefällt.

Die Streibemahder: Vor Beginn der Mechanisierung in der Landwirtschaft wurde die „Streibe“ (Schilf und Gras) von Tagelöhnern „gemahdet“ (gemäht), wie die Zunft informiert. Die Bevölkerung nannte die bäuerlichen Tagelöhner deshalb Streibemahder. Häs und geschnitzte Holzmaske haben warme Naturfarben.

Der Vorstand: Uwe Dietrich (Zunftmeister), Sonja Faas (Vizezunftmeisterin), Sandra Bentele (Vizezunftmeisterin), Linda Schmid (Streibemahder-Gruppenführerin), Nicole Ewald (Kassiererin), Kathrin Herrling (Schriftführerin), Martina Maier (Zeugwartin), Peter Lang (Jugendwart), Marc Hemmer (Pressewart), Ana-Elena Cantera (stellvertretende Jugendwartin), Corinna Wagner (stellvertretende Zeugwartin), Tamara Schippelbein (stellvertretende Kassiererin), Markus Amann (stellvertretender Streibemahder-Gruppenführer), Anja Gaißmaier (stellvertretende Schriftführerin) und Sophie Schawaller (stellvertretende Pressewartin).

Informationen im Internet:

www.streibemahder.de

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