Mein

Friedrichshafen Autoverkäufer erhält Morddrohung

Ein 52-Jähriger Mann aus Friedrichshafen, der seinen Transporter verkauft hatte, wurde von einem Unbekannten, angeblich aus dem Libanon, erpresst. Er sollte den Kaufpreis zurückzahlen plus Rückführungskosten. Anderenfalls werde er umgebracht und seine Wohnung angezündet.

Der 52 Jahre alter Mann verkaufte nach Auskunft der Polizei am Mittwochnachmittag seinen im Internet inserierten älteren Transporter für 2300 Euro an einen Käufer aus dem Westerwald. Der Käufer nahm den Transporter mit und wollte damit nach Hause fahren. Am Donnerstagvormittag meldete sich dann ein akzentfrei Deutsch sprechender Mann per Telefon, mit angezeigter Telefonnummer und mit der Landesvorwahl Libanon. Der Anrufer teilte dem Verkäufer mit, dass sein verkauftes Auto kaputt sei und er das Auto sofort abholen und den Verkaufspreis in bar mitbringen soll.

Nachdem der Verkäufer erklärt hatte, dass ihm dies nicht möglich sei, wurde eine anonyme Sofortüberweisung gefordert, verbunden mit der Drohung, dass sonst zwei Brüder des Anrufers beim Verkäufer vorbeikommen, die ihn umbringen und seine Wohnung anzünden würden.

Der verängstigte 52-Jährige überwies in zwei Raten einen Betrag von 2730 Euro, für den Kaufpreis und Speditionskosten für die Rückführung des Transporters plus Überweisungsgebühren, anonym in den Libanon, berichtet die Polizei. Am Abend sollte sich bei ihm die Spedition für die Rückführung melden.

Kurz nach der Überweisung meldete sich jedoch der Anrufer nochmals und erklärte dem Verkäufer, dass die Sofortüberweisung so nicht funktioniert hätte und er nochmals über ein anderes anonymes System Geld überweisen müsste. Hiernach folgte die Überweisung von 2747,50 Euro in drei Raten, an zwei verschiedene Männer im Libanon.

Als der 52-Jährige am Abend keinen Rückruf der Spedition bekam und ein Rückruf bei der Telefonnummer aus dem Libanon auch keinen Erfolg hatte, rief er den Käufer aus dem Westerwald an. Von diesem bekam er die Auskunft, dass er am gekauften Transporter nichts zu beanstanden habe und alles in Ordnung ist.

Nach einer Anzeige des Sachverhalts bei der Polizei wurden Ermittlungen wegen Erpressung gegen Unbekannt eingeleitet.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Besonderes vom Bodensee
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Friedrichshafen
Bodenseekreis
Friedrichshafen
Friedrichshafen
Friedrichshafen
Friedrichshafen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren
    Jetzt Newsletter anfordern:
    © SÜDKURIER GmbH 2017