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05.07.2012  |  0 Kommentare

Friedrichshafen Auszeichnung für wissenschaftliche Arbeit

Friedrichshafen -  Der „EADS-Forschungspreis Claude Dornier“ für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten an der Universität Konstanz ist an Sabine Burgdorf und Hanjo Schäfer verliehen worden.

Cassidian-Standortleiter Jens Nielsen zeichnet die Preisträger des EADS-Forschungspreises Claude Dornier, Hanjo Schäfer und Sabine Burgdorf (von links), aus. Mit ihnen freute sich auch der Rektor der Universität Konstanz, Ulrich Rüdiger (rechts).  Bild: Cassidian



Die EADS-Divisionen Cassidian und Astrium haben zwei Nachwuchswissenschaftler der Universität Konstanz mit dem „EADS-Forschungspreis Claude Dornier 2012“ ausgezeichnet. Preisträger sind Sabine Burgdorf, die sich in ihrer Doktorarbeit mit der Minimierung bestimmter Polynome befasste, und Hanjo Schäfer, der in seiner Dissertation den Entstehungsmechanismus der Ladedichtewelle im Rahmen der Quantenphysik untersuchte.

Die Doktorarbeit von Sabine Burgdorf befasst sich mit dem Problem der Minimierung bestimmter Polynome (mathematische Formel), für die die klassischen Minimierungsmethoden ad hoc nicht funktionieren. Sabine Burgdorf konnte in ihrer mit „summa cum laude“ bewerteten Dissertation „Trace-positive polynomials, sums of harmitian squares and the tracial moment problem“ für gewisse dieser Polynomen zeigen, dass man den genauen minimalen Wert durch ein Näherungsverfahren erhält.

Sabine Burgdorf machte im Jahr 2000 in Glückstadt ihr Abitur. Von 2000 bis 2007 studierte sie an der Universität Konstanz Mathematik und Physik. Danach absolvierte sie ein binationales Promotionsstudium Mathematik an den Universitäten Konstanz und Rennes. Nach einem Aufenthalt als Postdoc an der Schweizer Université de Neuchâtel hält sie sich derzeit als Postdoc an der ebenfalls Schweizer École polytechnique fédéral in Lausanne auf.

Die prämierte Arbeit von Hanjo Schäfer: Eine Ladungsdichtewelle ist ebenso wie Magnetismus oder Supraleitung eine direkt erfahrbare Ausprägung der Quantenphysik. Hanjo Schäfer hat in seiner Dissertation „Entkopplung von elektronischer und struktureller Ordnung im stark korrelierten System K3Mo10O30“ die Stärke dieser Ladungsdichtewellen mittels ultrakurzer Lichtimpulse der hochsensitiven zeitaufgelösten Laserspektroskopie manipuliert und vermessen, wodurch neue Erkenntnisse über den Ursprung dieser Wellen gewonnen wurden, insbesondere über das Zusammenspiel von Kristallgitter und Elektronen.

Hanjo Schäfer, derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Konstanz, ist in Friedrichshafen geboren und hat am Bildungszentrum in Markdorf im Jahr 2000 sein Abitur gemacht. Zwischen 2003 und 2006 war er in unterschiedlichen Funktionen für EADS und Daimler-Benz tätig. Sein Physikdiplom legte er 2007 an der Universität Konstanz ab, wo er 2011 mit der Note summa cum laude promoviert wurde.

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