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Friedrichshafen Alles, was man von Tom Waits wissen muss

30.01.2009
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Eine Biographie über den Musiker Tom Waits zu schreiben, ist ungefähr so einfach wie in einer uralten Legende nach Tatsachen zu stochern; man stößt nirgendwo auf festen Grund. Tom Waits – in Richard Nixons Heimatstadt Whittier, Kalifornien, geboren, so viel ist sicher – hat seine Biographie noch gründlicher vernebelt als Bob Dylan, und bestimmt hatte er dabei mehr Spaß als der Großmeister des Folk. Eine bezeichnende Anekdote erwähnt der Tom-Waits-Biograph Jay S. Jacobs in seinem Buch „Wild Years: The Music and Myth of Tom Waits“: „In der Pressemappe zu seinem Debütalbum ‚Closing Time' aus dem Jahr 1973 behauptete Waits tatsächlich, er sei in einem Taxi zur Welt gekommen, inklusive Dreitagebart.“ Wer das nicht lustig findet, kann wohl auch mit Waits' Überlieferung seiner eigenen Zeugung wenig anfangen. Ereignet hat sie sich „eines Nachts im April 1949 im Crossroads Motel in La Verne, Kalifornien, zwischen zerbrochenen Four-Roses-Flaschen, glimmenden Lucky Strikes, einem halben Thunfisch-Sandwich und Old Spice.“

Zugegeben, der Humor von Tom Waits ist von der hartgesottenen, verrotteten Sorte, aber er ist auch ziemlich einzigartig. Und dass man ihn nun in deutschen Sätzen wiedergeben kann, ist dem gebürtigen Friedrichshafener Daniel Knapp und seinem Kompagnon Tommi Brem zu verdanken. Die beiden haben sich nämlich die Mühe gemacht, die zitierte Tom Waits-Biographie von Jay S. Jacobs ins Deutsche zu übersetzen. Unter dem Titel „Tom Waits – Musik und Mythos“ kann sie ab sofort bestellt werden.


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