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Friedrichshafen „Die Zeit ist noch nicht reif“

In der Multimedia-Show „Unglaubliche Wahrheiten“ im GZH gab Erich von Däniken Impulse zur möglichen Existenz außerirdischen Lebens

Sind wir allein im Universum? Diese Frage beschäftigt nicht nur Fantasten, sondern auch immer mehr die Regierungen, die viele Ufo-Akten noch geheim halten. Geht man im Internet auf Suche, findet man zahlreiche Videos über Ufo-Sichtungen und Außerirdische, sogar von ernst zu nehmenden Personen wie Piloten, etliche Bücher darüber sowie Berichte von Menschen, die behaupten, von Außerirdischen entführt worden zu sein. Kann man solchen Geschichten Glauben schenken? In seiner präzise recherchierten Multimedia-Show vorgestern Abend im erstaunlich gut besuchten Hugo-Eckener-Saal versucht der bekannte Schweizer Autor auf dem Gebiet der Prä-Astronautik Erich von Däniken, seine Thesen anhand von ihm zugespielten Top-Secret-Dokumenten der britischen Regierung sowie Fotos, Grafiken und Filmeinspielungen zu belegen. Die Besucher können sich zum Beispiel selbst ein Bild von einem amerikanischen Piloten gefilmten Ufo machen. Von Däniken ist von dessen Echtheit überzeugt: „Auf dem Monitor des Cockpits sind sich ständig aktualisierende Daten sichtbar“. Trotz seiner Überzeugung von außerirdischer Existenz beteuert der über 80-Jährige mit Nachdruck: „Ich betreibe keine Religion. Sie müssen mir kein Wort glauben.“ Doch hält er den Skeptikern entgegen, dass man auch nicht wisse, wer Gott sei und trotzdem glauben Millionen von Menschen an ihn.

Spektakuläre Neuheiten hat der kleine, leidenschaftlich referierende Mann nicht parat. Doch stellt er in seinem Vortrag die Religionen der Wissenschaft, von der Schöpfungsgeschichte bis in die Gegenwart, auf eine Weise gegenüber, dass selbst Zweifler ins Grübeln kommen. Seines Erachtens wurden viele Bibeltexte falsch interpretiert, zum Beispiel das apokryphe Buch Henoch. Zur damaligen Zeit wurde Henochs Erlebnis religiös ausgelegt. Nach von Dänikens Deutung fuhr dieser nicht mit einem Feuerwagen in den Himmel, sondern mit einem Raumschiff auf einen anderen Planeten. Es seien keine Götter gewesen, denen er begegnete, sondern Außerirdische. Auch hätte ihm nicht Gott die Hand geschüttelt, sondern der Kommandant des Raumschiffs. Im Buch Moses und den Abraham-Apokryphen gebe es ebenfalls Hinweise auf Kontakte mit Außerirdischen. Die Ägypter hätten von fliegenden Sonnenscheiben berichtet, auf Höhlenzeichnungen fänden sich undefinierbare Flugobjekte und Vieles mehr. „Den Wiederkunftsgedanken gab es schon lange vor dem Christentum“, behauptet von Däniken. Bereits vor Tausenden von Jahren seien Außerirdische hier gewesen und hätten gesagt, sie würden eines Tages wiederkommen.

Interessant ist ein Bericht von 1917: Lucia aus Fatima übermittelte dem damaligen Papst eine Botschaft der Mutter Gottes, die er 1960 der Menschheit verkünden sollte. Er tat es nicht: „Die Menschen würden in Panik geraten“, war seine Befürchtung. Nur so viel ließ er wissen, es habe etwas mit dem Glauben zu tun. Die als göttlich ausgelegten Erscheinungen seien wohl eher Ufos oder Raumschiffe gewesen, meint von Däniken. Beispiel: das Sonnenwunder von Fatima. Rund 30 000 Menschen sahen 1917 eine aus dem Himmel kommende Scheibe, die sich vier Minuten lang über deren Köpfen drehte und wieder verschwand.

Ein Vorfall aus dem Jahr 1967 in Montana lässt aufhorchen. Oberst a.d. Robert Salas berichtete von einem riesigen orangenen Ufo, alle Diensthabenden sahen es, über den Raketensilos. Nach und nach setzte es alle Raketensprengköpfe außer Betrieb. „Offenbar hat eine fremde Macht dafür gesorgt, dass keine Katastrophe passiert“, vermutet von Däniken. Können sich Tausende Menschen irren? Nicht im Fall der sogenannten Phoenix-Lichter, meint von Däniken. Der Ex-Gouverneur von Arizona war selbst Zeuge dieses Ereignisses. „Vieles erfährt die Öffentlichkeit nicht, weil es gegen die Vernunft ist“, bedauert von Däniken.

Warum zeigen sich die Außerirdischen nicht? Von Däniken dazu: „Die Zeit ist noch nicht reif, der Zeitgeist muss sich ändern“. Ob und wann das sein wird, steht in den Sternen.

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