Knapp 500 Menschen, darunter viele, die sich spontan anschlossen, zogen am Samstagnachmittag durch die Friedrichshafener Innenstadt, um den am Stadtrand aufmarschierten Rechtsextremen die Rote Karte zu zeigen.
Kommentar: Klares Signal
Auf zwei Kundgebungen forderten mehrere Redner ein Verbot der NPD. „Wir möchten dem Oberbürgermeister Andreas Brand danken dafür, dass er ein klares Verbot gegen den Nazi-Aufmarsch ausgesprochen und damit ein politisches Signal gesetzt hat“, sagte der Regionalgeschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Gottfried Heil, bei der ersten Kundgebung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz, in dem Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und Vereinen zusammenarbeiten. Das Bündnis hatte binnen zehn Tagen die beiden Kundgebungen auf dem Fridolin-Endraß-Platz und später auf dem Adenauerplatz in der Stadtmitte sowie den Protestzug durch die Stadt organisiert.
Klare Worte fand bei der Demonstration gegen Rechts auch Stadträtin Sylvia Hiß-Petrowitz (ÖDP), die stellvertretend für die Häfler Parteien sprach. „Wegschauen und Ignorieren wären zwar bequemer. Das ist aber das falsche Signal.“ „Kein Fußbreit Raum für Nazis, nicht in der Stadt, nicht in den Betrieben“, gab Hans Kirchgässner, Betriebsratsvorsitzender der ZF, den Menschen mit auf den Nachhauseweg.