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Friedrichshafen „Umweltschutz lebt vom Mitmachen“

14.06.2010


20 Jahre Freiwilliges Ökologisches Jahr: Umweltministerin Tanja Gönner bei Jubiläumsfeier in Fischbach

Friedrichshafen (ght) „Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) macht Nachhaltigkeit konkret.“ Ein passendes Wort zum passenden Anlass und das aus berufenem Munde. Zum 20-jährigen Bestehen des FÖJ in Baden-Württemberg sind am Samstag nicht nur viele aktuelle und ehemalige FÖJ'ler aus nah und fern zum Festakt und Bildungsfest rund ums Schwesternheim Fischbach gekommen.

Auch Umweltministerin Tanja Gönner mischte sich unter die Schar der illustren Gäste und sparte in ihrer Ansprache nicht mit Lob. „Eine Erfolgsgeschichte, in den vergangenen 20 Jahren haben mehr als 1800 junge Frauen und Männer ein Freiwilliges Ökologisches Jahr geleistet“, freute sich die Ministerin. Die Jugendlichen würden angeregt über ökologische, ökonomische und soziale Fragen zu diskutieren. „Es gilt, heute so zu leben, dass wir auch morgen noch genauso gut leben können“, so Tanja Gönner. „Wir bauen darauf, dass die jungen Menschen in Sachen Umweltschutz weiter am Ball bleiben. Denn Umweltschutz lebt vom Mitmachen, der Staat kann es nicht alleine richten.“

Aus einstmals 30 landesweiten Plätzen sind mittlerweile 150 geworden. Das FÖJ wird in Baden-Württemberg von der Landeszentrale für politische Bildung (LpB), dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und dem Diakonischen Werk Württemberg getragen. Dass das FÖJ von Anfang an von allen demokratischen Kräften im Landtag befürwortet und auf den Weg gebracht worden sei, betonte Lothar Frick, Direktor der LpB, in seiner Begrüßung. „Aber ohne das große Engagement der Stellenanbieter hätte das FÖJ nicht zu einem erfolgreichen Dauerrenner werden können.“

Das „Jubiläumsgeschenk“ in Form einer zusätzlichen Förderung von 30 weiteren Plätzen, das die Umweltministerin mitgebracht hatte, wird Tilmann Stottele vom städtischen Amt für Umwelt und Natur wohl mit einem weinenden und einem lachenden Auge zur Kenntnis genommen haben – angesichts der Tatsache, dass die Stadt aufgrund der prekären Kassenlage in den kommenden beiden Jahren statt bisher zwei nur noch einen Platz anbieten wird. Dennoch: Dass man mit FÖJ'lern nur gute Erfahrungen gemacht hat, davon berichtete Bürgermeister Peter Hauswald. „Diese jungen Menschen haben auch dazu beigetragen, dass in der städtischen Verwaltung viele Projekte im Bereich des Natur- und Umweltschutzes angestoßen werden konnten.“

Genügend Raum, die gesellschaftliche Bedeutung des Freiwilligen Ökologischen Jahres ins rechte Licht zu setzen, gab es auch bei der anschließendenPodiumsrunde. Dann war es aber Zeit für viele Begegnungen, zahlreiche Workshops am Nachmittag – aber auch zum gemeinsamen Feiern. Das Jubiläumsfest endete am Abend mit zünftigem Lagerfeuer und fetziger Live-Musik.

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