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Friedrichshafen „Schritt in die Zukunft der Stadt“

09.09.2010
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Die Wertschöpfung des Richtfests beim Neubau an der Seestraße kommt sozialen Zwecken zugute.

Darüber werden sich viele Häfler freuen: Mit dem gestrigen Richtfest des Neubaus an der Seestraße 18/19 ist „in Sachen Störfaktor Uferstraße das Schlimmste bald überstanden“, wie es Architekt Daniel Oberschelp vor versammelter Festgemeinde verkündete. Anders gesagt: Der Großkran, der diesen Teil der Uferpromenade in den vergangenen Monaten zum leidigen Nadelöhr machte, wird voraussichtlich schon in wenigen Tagen verschwunden sein.Freude herrschte aber auch bei den Bauherrn, der Katholischen Gesamtkirchengemeinde und der Familie De Toni, die in diesem Gemeinschaftsprojekt, das laut Aussage aller Beteiligten voll im Zeit- und Kostenplan liegt, zu echten Partnern zusammengeschweißt wurden. Nicht zuletzt bei der Stadt Friedrichshafen.

„Hier entsteht eine gelungene Mischung aus Bewahrung von Tradition und einem Schuss Modernität“, so die Einschätzung von Erstem Bürgermeister Stefan Köhler. „Ein Schritt, der in die Zukunft dieser Stadt weisen soll, auch um die ursprünglich angestrebte Ensemblewirkung der Gebäude wiederherzustellen“, so Köhler. Der Bürgermeister hofft – mit Seitenblick auf die Nachbarn – auf weitere Bauherren, die sich dieser städtebaulichen Konzeption anschließen wollen.

Das Treppenhaus und der gemeinsame Aufzug sind die Kernpunkte, die beide Häuser in Zukunft verbinden werden. „Wir sind der Kirche dankbar“, sagte Romualdo De Toni, der zusammen mit seiner Frau Anna-Maria extra aus Italien angereist war. „Alleine hätten wir den Neubau nicht schultern können.“

„Es entsteht ein schickes und modernes Gebäude, das die Skyline von Friedrichshafen zieren wird“, betonte Bernd Herbinger, geschäftsführender Pfarrer der Katholischen Gesamtkirchengemeinde. Einen Teil des abgerissenen Gebäudes hatte die Katholische Gesamtkirchengemeinde von Maria Bernhard geerbt, die 2007 im Alter von 104 Jahren verstorben war. Eine Sanierung hatte sich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten als unmöglich erwiesen. Dass der Hausanteil der Kirche nicht über Kirchensteuern, sondern über Kredite finanziert wird, war konzeptionelle Grundbedingung. „Die spätere Wertschöpfung kommt sozialen Zwecken zugute und wird damit dem Willen der Erblasserin gerecht“, so Herbinger.

In den kommenden Monaten soll am Neubau kräftig weitergearbeitet werden. „Wir hoffen, dass dieses Jahr noch verputzt werden kann“, sagt Architekt Daniel Oberschelp.

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