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Friedrichshafen „Jetzt ist Herr Eicher am Zug“

14.12.2011
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Friedrichshafen – Abwarten, heißt die Devise. So ist wohl am besten die Stimmung der Fraktionen nach der Sitzung am Montagabend zu beschreiben.

Nach Aussagen des Thermalbad-Investors Kurt Eicher soll mit den Bauarbeiten am 16. April 2012 begonnen werden, die Finanzierung will er bis spätestens Ende März endgültig vorlegen. Die Erleichterung, dass diese Termine nun auch vertraglich festgelegt wurden, ist fraktionsübergreifend.

Roland Frank, SPD: „Wir sind zufrieden, dass wir uns endlich auf belastbare Endtermine geeinigt haben“, bringt es der Fraktionsvorsitzende der SPD auf den Punkt. Jetzt sei Kurt Eicher am Zug und müsse sein Versprechen einlösen. „Es gibt momentan keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass er nicht mit dem Bau beginnt“, meint er.

Johannes Brugger, CDU, ist zuversichtlich, dass das Thermalbad tatsächlich gebaut wird: „Ich vertraue Eicher so, wie ich auch den Investoren von K 42 und des Fachmarkt-Centers zuvor getraut habe. Beide Projekte sind umgesetzt und bereichern Friedrichshafen.“

Bernd Ammann, Freie Wähler, geht ebenfalls davon aus, dass im April tatsächlich die Bagger rollen werden. „Ich denke, er wird dann loslegen. Die Fristen sind gesetzt, ich erwarte, dass Eicher die Termine auch einhält.“

Monika Blank, Bündnis90/Die Grünen, zeigt sich eher zurückhaltend, was die Beurteilung der neuesten Entwicklungen beim Dauerbrenner Thermalbad angeht. Auch die Fraktionsvorsitzende begrüßt ausdrücklich, dass endlich die Termine vertraglich festgehalten worden sind, doch ob tatsächlich gebaut wird, „kann ich nicht beurteilen. Wetten würde ich darauf zumindest nicht abgeben“, sagt sie nachdenklich.

Gaby Lamparsky, FDP: „Den Worten müssen jetzt Taten folgen. Egal wie man zu dem Projekt steht, es muss jetzt einfach weitergehen.“ Eine Hängepartie schadete allen Beteiligten.

Jochen Wiesener, Bürger Aktiv, erklärter Gegner des Therme-Projekts, will abwarten, was Ende März tatsächlich passiert. „Seit 2009 wurde der Baubeginn immer wieder verschoben, aber nach der Sitzung habe ich den Eindruck, dass Eicher tatsächlich bauen will. Man wird sehen“, sagt er.

Angelika Drießen, Frauenliste, sagt, dass Friedrichshafen alles getan habe, um Eicher zu unterstützen. „Nun erwarten wir von ihm das Gleiche.“

Alle Artikel zur Therme im Dossier:

www.friedrichshafen.de/thermalbad

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