Dort bot sich den Besuchern ein buntes Bild hübsch aufgemachter Marktstände und eine unendliche Warenfülle mit dekorativen, nützlichen und nahrhaften Dingen.Noch ehe der Markt offiziell eröffnet hatte, waren manche Stände schon von der ersten Kundschaft umlagert. Meist von Stammkunden, wie Peter Schmidle weiß. „Die kommen schon sehr früh und decken sich ein. Bei dem Gemüsebauer von der Höri sind es vor allem die roten Zwiebeln, die gefragt sind. Die gibt es kunstvoll zu einem Zwiebelzopf geflochten oder im Zehn-Kilo-Sack. „Luftig gelagert, dann halten die bis März“, klärt der Zwiebelbauer eine Kundin auf. Prompt lädt sie ihrem Mann zwei Zehn-Kilo-Säcke auf. Auch viele andere Ehemänner kommen wie Lastesel daher: eine große Plastiktüte rotbackiger Äpfel am einen Arm und am anderen eine mit tiefblauen Zwetschgen. Zwischen Arm und Körper gequetscht, dann noch eine der lustigen, buntbemalten Holzfiguren von Evelyn Benkler. „Schatz, so ein Ding muss her“, mutet eine kauflustige Frau auch das ihrem so schon schwer beladenen Göttergatten noch zu.
An den rund 80 Ständen herrscht Hochkonjunktur. Auch Klaus Schwark aus Denzlingen bei Freiburg ist mit dem Umsatz zufrieden. Bei ihm gibt es, was man nicht mehr an jeder Ecke findet: Bürsten aller Art. Schuhbürsten, Herren-Taschenbürsten, Bartbürsten. Auch Nahrhaftes gibt es jede Menge. Frickinger Hausmachermarmelade, Frickinger Honig, Frickinger Bauernbrot. Oder zum Herbstmarktschmaus eine rechte Portion badischer Wurstsalat, einen deftigen Braten oder ein duftendes Apfelküchle. Die Helfer an den Bewirtungsständen haben jedenfalls viel zu tun.
Mit neuen Kräften wendet man sich den anderen Verlustierungen zu, die mit zum Frickinger Herbstmarkt gehören und das Salz in der Suppe sind. Auf der Showbühne neben der Gewerbearena, in der sich einige Frickinger Gewerbetreibende mit Gartenmöbeln aus Massivholz, mit Sonnenenergietechnik oder mit Landmaschinen präsentieren, wird die Trachtenmodeschau zum Renner. Allein schon weil die Models – wadenstramme Mannsbilder, gut proportionierte Weibsleut‘, Kinder und Babys – die die Produkte aus der Trachtenscheune Ernatsreute auf den Laufsteg bringen, alles waschechte Frickinger sind. „Dieser Markt hat einfach das gewisse Etwas, der ist originell aufgezogen, und für jeden ist etwas dabei“, schwärmt Hermann Keller aus Lippertsreute. Ein Stammbesucher übrigens.
