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Frickingen Krimi-Dinner ist ein Knüller der Frickinger Herbstwoche

Die Ermittlungskomödie mit drei bayerischen Komödianten und Drei-Gänge-Menü ist für die Gäste in der ausverkauften Graf-Burchard-Halle ein großer Spaß.

Kulinarischer Genuss und Nervenkitzel paarten sich am Freitagabend in der Graf-Burchard-Halle beim Krimi-Dinner. Mit ihm erreichte der Frickinger Herbst mit fünf Events innerhalb einer Woche einen fulminanten Höhepunkt. Drei Profi-Komödianten – der Münchner Kabarettist Manfred Abholzer, Andi Kern, Leiter des Tegernseer Volkstheaters, und Peter Fischer vom Radio Alpenwelle in Bad Tölz – hielten das Publikum über vier Stunden in Atem und bei guter Laune. Für die 170 Gäste galt es, den Mörder von Heimgard Zapf, einem Wirt in der bayrischen Kleinstadt Köln, zu enttarnen. Eine knifflige Aufgabe. Denn zum Kreis der Tatverdächtigen gehörten zum Teil auch äußerst honorige Bürger wie der Landrat oder der Pfarrer.

Oberwachtmeister Obermaier tappt völlig im Dunkeln. Jeder der sieben Tatverdächtigen, zu denen auch ein Taxifahrer, ein Hüttenwirt, der Totengräber, der Vorplattler des Trachtenvereins und der schwule Festumzugsleiter Detlef Wuschel zählten, hätten ein Motiv gehabt, den windigen Wirt von der Zapf-Säule um die Ecke zu bringen. Der eine wegen seiner Zechschulden, der andere, weil er sich die gutgehende Zapf-Säule unter die Nägel reißen wollte, der nächste weil ihn der Heimgard immer so "gschirr" angegangen ist. Sie alle hatten aber auch ein zumindest halbwegs dicht erscheinendes Alibi für die Tatzeit.

Aber kommt denn ein bayrischer Pfarrer überhaupt als Mörder in Frage? "Ein bayrischer Pfarrer tötet nicht, er stiehlt nicht und hat auch keine Kinder", ist der Oberwachtmeister von der Unschuld von Pfarrer Benedikt Maurer überzeugt. Das Publikum, vielmehr die Soko Frickingen, hat diesbezüglich ihre Zweifel. Im Verhör bringt sie immerhin heraus, dass der Pfarrer mit dem Vornamen des bayrischen Ex-Papstes in der Schule in ein Mädchen verliebt war, das ihm Heimgard Zapf ausgespannt hat. Aus schierer Verzweiflung entschloss sich Benedikt Maurer dann, aufs Priesterseminar zu gehen.

Und was ist mit der Integrität des Landrats, der eine von Heimgard Zapf angestrebte Bebauung der Kölner Auen verhindern wollte? "Nein, ein bayrischer Politiker sagt immer die Wahrheit", ist sich der Oberwachtmeister sicher.

Elf Gruppen der Soko fanden den Mörder schließlich heraus. Es war der Taxifahrer, weil der Heimgard Zapf dafür sorgen wollte, dass ihm der Führerschein entzogen wird. Beifall für die drei Mimen vom Bayern-Theater, die in 13 Rollen schlüpften, und für Daniel Keller und Ralf Klein, die mit einem Drei-Gänge-Menü für die nötige Nervennahrung der Gäste gesorgt hatten.

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