Mein

Frickingen Gutes vom See im Supermarkt

09.10.2007
Schlagwörter


Landwirte und Nahrungsmittelverarbeiter präsentieren unter der Flagge des Vereins "Gutes vom See" bis 13. Oktober in 23 Edeka-Märkten des westlichen Bodenseeraums den Reichtum an regionalen Lebensmitteln. Im Frickinger Edeka Aktiv-Markt Hiller begrüßten Bürgermeister Joachim Böttinger und der FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Wetzel regionale Vermarktungsnetzwerke.

Frickingen (as) Der Frickinger Hiller-Markt zählt mit zu den 23 in Familienregie geführten Edeka-Märkten im westlichen Bodenseeraum, die auch die vor fünf Jahren aus der Taufe gehobene Regionalmarke "Gutes vom See" in ihren Regalen haben: Obst, Gemüse, Wurst, Geflügel, Fisch, Rapsöl, Fruchtsäfte, Most, Wein und sogar Bier - alles aus heimischer Erzeugung. Der Vertrieb läuft über den Verein "Gutes vom See", der 2002 mit elf Mitgliedern gestartet ist und jetzt schon über 70 Landwirte, Bäcker, Metzger, Lebensmitteleinzelhändler, Gastronomen und Großverbraucher wie Kliniken unter seinem Dach vereint.

Der Vertrieb vom Erzeuger zum Abnehmer läuft unter Nutzung von vorhandenen Logistikschienen wie dem Konstanzer Fruchthof über den Verein. "So haben auch kleinere Erzeuger die Chance, ihre Produkte in den regionalen Markt zu bringen", streicht der stellvertretende Vorsitzende Christoph Hönig eines der Ziele von "Gutes vom See" heraus. Für diese Idee hat sich auch eine Reihe von familiengeführten Edeka-Märkten gewinnen lassen. Für Christoph Hiller, dem Inhaber des Frickinger Edeka-Markts, kommt noch ein Weiteres hinzu: "Beste Qualität und Frische ist für uns das A & O, deshalb passen Lebensmittel von Gutes vom See' hervorragend in unser Sortiment." Außerdem trage man damit der zunehmenden Nachfrage der Konsumenten nach heimischen Lebensmittelerzeugnissen Rechnung, sagt Hiller.

Darin sah der FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Wetzel den Beweis, dass man mit der Qualität der heimischen Produkte überzeugen und wirksam gegen die überregional und global agierenden Lebensmittelkonzerne konkurrieren könne. "Ich habe ein Problem damit, wenn ich sehe, dass Milch und Joghurt von Schleswig-Holstein und Niedersachsen auf voll gestopften Straßen nach Baden-Württemberg und Bayern transportiert wird", befürwortete Wetzel Vermarktungsnetzwerke wie "Gutes vom See" auch aus dem Sichtwinkel des Umweltschutzes.

Durch solche Initiativen könnten die Lebensmitteltransporte auf den Straßen erheblich reduziert werden und gleichzeitig würde die Existenz der bäuerlichen Familienbetriebe gesichert, von deren Bestand der Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaft am Bodensee abhänge. "Davon profitiert unser Fremdenverkehr, unser Gastgewerbe, unser Handwerk, kurz gesagt, wir alle", betonte Wetzel und dankte den Verantwortlichen und den Mitgliedern des Vereins "Gutes vom See" für ihr Engagement, dem auch die Existenz hunderter von Arbeits- und Ausbildungsplätzen zu verdanken seien.

Bürgermeister Joachim Böttinger unterstrich Wetzels Eintreten für regionale Lebensmittelprodukte in vollem Umfang und fügte hinzu: "Man darf es als Glücksfall bezeichnen, dass wir in unserer Gemeinde mit dem Edeka-Aktiv-Markt Hiller noch einen Familienbetrieb haben, der mit der Region verwurzelt ist."

Informationen im Internet:

www.gutes-vom-see.de

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln