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Frickingen Frickingen: Eine Gemeinde mit Wohlfühlcharakter

11.01.2012


Eine Wohlfühlgemeinde schaffen – und das in den verschiedensten Bereichen: Das war und ist dem Frickinger Bürgermeister Joachim Böttinger extrem wichtig. „Dafür haben wir uns im Jahr 2011 eingesetzt und das wird uns auch 2012 beschäftigen“, sagt er.

Eine Wohlfühlgemeinde schaffen – und das in den verschiedensten Bereichen: Das war und ist dem Frickinger Bürgermeister Joachim Böttinger extrem wichtig. „Dafür haben wir uns im Jahr 2011 eingesetzt und das wird uns auch 2012 beschäftigen“, sagt er. Denn wenn die Gemeinde hier auch auf einem guten Niveau sei, sei die permanente Weiterentwicklung doch immens wichtig.

Zu einer Wohlfühlgemeinde gehöre auch, dass die Bürger das Gefühl haben, ihrer Verwaltung vertrauen zu können und in Entscheidungen mit einbezogen zu werden. „Dass wir das tun kann man am Beispiel Ortsdurchfahrt Altheim sehen, wo die Bürger über die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung intensiv informiert wurden“, sagt Böttinger. Die Ortsdurchfahrt sei eines der großen Themen 2011 gewesen und werde 2012, wenn es an die Umsetzung der Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung geht, noch wichtiger werden.

Zentrales Thema im zurückliegenden Jahr war die Gründung der Gemeindewerke Frickingen. „Das war ein wichtiger, zukunftsweisender Schritt“, sagt Böttinger. Die Gemeindewerke beinhalten die gemeindliche Wasserversorgung, eine Photovoltaikanlage und ein Nahwärmenetz. Für die Zukunft, also vermutlich bereits für 2012, sei eine Strombeteiligung über die Stadtwerke Überlingen geplant. „Bei der Energie lässt sich verdienen, wieso soll die Gemeinde da nicht mitziehen?“, argumentiert Böttinger. „Wir müssen zwar Kapital einbringen, aber das arbeitet dann auch für uns.

“ Außerdem gehe es bei der Investition in erneuerbare Energien um Umweltbewusstsein und auch das passe zu einer Wohlfühlgemeinde. In die Wasserversorgung, erklärt Böttinger, habe man in den vergangenen Jahren erhebliche Summen investiert. Vor allem sei es dabei darum gegangen, autark zu sein. „Wasser ist Leben und wir haben gutes Wasser.“

In einer Wohlfühlgemeinde sollen sich alle Altersgruppen wohlfühlen. Für Kinder und Familien hat die Gemeinde im vergangenen Jahr mit dem weiteren Ausbau der Kleinkindbetreuung, der Übernahme des Kindergartens Altheim in die gemeindliche Trägerschaft und der Umsiedlung des Familientreffs in den Petershauser Hof viel getan. Im kommenden Jahr soll es mit dem Ausbau der Betreuung der Schulkinder weitergehen.

2012 sind aber auch die Senioren an der Reihe: Ein Seniorenzentrum soll auf Genossenschaftsbasis in der Frickinger Ortsmitte geschaffen werden. „Das ist für uns ein wegweisendes Projekt“, erklärt Joachim Böttinger. Es gebe noch keine Senioreneinrichtung in der Gemeinde – und ein Seniorenzentrum im Zuge eines Genossenschaftsweges sei ein nicht alltägliches Modell.

Wichtig ist dem Bürgermeister natürlich auch die DSL-Versorgung im Ortsteil Altheim und in Bruckfelden. „Da sind wir deutlich unterversorgt, insbesondere im westlichen Teil Altheims.“ Zusammen mit Kabel BW sei die Gemeinde nun auf einem guten Weg. „Geplant ist, Veränderungen am bestehenden Netz vorzunehmen“, erläuterte Böttinger. Die Leistung könne so deutlich gesteigert werden. „Da haben wir sehr lange gekämpft, um das zu erreichen.“ Im Zuge der Gleichbehandlung aller drei Ortsteile soll außerdem Leustetten nun auch einen eigenen Dorfplatz bekommen – nach Altheim und Frickingen. Um die Weiterentwicklung der Gemeinde hinsichtlich Einwohnerzahlen und Arbeitsplätzen voranzutreiben, ist ein neues Baugebiet im „Bildstock“ in Planung, hier sollen insgesamt 15 Häuser errichtet werden. Außerdem werden zwei Gewerbeflächen für Betriebe, die ansiedeln wollen, vergeben.

„Es sollte uns gelingen, unsere Einwohnerzahl überschaubar zu steigern“, sagt Joachim Böttinger. „Und wir müssen schauen, dass wir junge Menschen in der Gemeinde halten können.“ Die Überalterung sei in der Gemeinde nicht aufzuhalten, „Aber wir können den jungen Menschen Perspektiven in der eigenen Gemeinde bieten und sie damit dazu bringen, sich wohlzufühlen, sich einzubringen und vor allem: dazubleiben.“

Zum Thema: Höhepunkte 2011
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