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Frickingen Duett mit Bürgermeister

02.02.2012


Josefina Kasperczak feiert ihren 90. Geburtstag

– Überglücklich, dass sie gesundheitlich wieder obenauf ist, feierte Josefina Kasperczak ihren 90. Geburtstag. „Dass es mir wieder gut geht, hat unser Herrgott so gerichtet“, sagt die Geburtstagsjubilarin aus ihrem tiefen Gottvertrauen heraus, das sie auch in ihrer jahrzehntelangen Mitwirkung im Altheimer Kirchenchor St. Pankratius zum Ausdruck gebracht hat. Ende des vergangenen Jahres hatte es mit ihrer Gesundheit nämlich gar nicht so gut ausgesehen. Das Herz hatte ihr schwer zu schaffen gemacht, und längere Krankenhausaufenthalte waren die Folge.

Jetzt, an ihrem 90. Geburtstag, blühte sie aber wieder voll in ihrer angeborenen Lebensfreude auf – und singt sogar wieder, was zeitlebens ihr Lebenselixier war. Kaum hatte ihr Bürgermeister Joachim Böttinger in ihrem Heim in der Döbelestraße 16 die Glückwunschurkunde des Ministerpräsidenten überreicht und einen blühenden Geburtstagsgruß in die Hände gedrückt, sagte die Ur-Altheimerin, eine geborene Strasser, die den Bürgermeister von Kindesbeinen an kennt: „Joachim, darauf singen wir jetzt eins.“ Und schon setzen die Beiden auf dem bequemen Sofa Seit' an Seit' zum inbrünstigen Duett an: „Am Brunnen vor dem Tore…“ Und die ganze Geburtstagsgesellschaft, die vier Söhne, die Tochter, die sechs Enkel und die vier Urenkel, summen leise mit.

Josefina Kasperczak und ihr Mann Ludwig, der vor zehn Jahren gestorben ist, waren über lange Zeit hinweg die Stimmsäulen im Altheimer Kirchenchor, und beide wurden letztlich auch zu Ehrenmitgliedern ernannt. Klar, dass auch der Kirchenchor zum Gratulieren kam und sich mit einem Ständchen für die lange Mitgliedschaft bedankte. Zumal Josefina über zehn Jahre lang auch das Mesneramt in der Altheimer Pfarrkirche versah. Und das alles, obwohl sie neben ihren fünf Kindern, um die sich zu kümmern hatte, immer noch als Hauswirtschafterin zum Familieneinkommen ihren Beitrag leistete. Und wenn die Fasnet ins Land zog, dann war die Jubilarin – man merkt es ihr heute noch an – völlig aus dem Häusle. Dann war sie als geschätzte Büttenrednerin auf jedem Ball unterwegs.

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