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Frickingen Besucher flanieren dicht an dicht über Frickinger Herbstmarkt

Heimische Produkte locken Heerscharen in die kleine Gemeinde. Insbesondere die Obstbauern wurden ihre Ware ganz schnell los.

Handel und Wandel, Vergnügungen für Groß und Klein, Gaumenfreuden und Geselligkeit – dieses unverwechselbare Markenzeichen des Frickinger Herbstmarkts zog am gestrigen Sonntag bei stahlblauem Himmel zum 21. Mal Heerscharen von Besuchern aus der engeren Umgebung, aber auch von weiter her in den Mittelpunkt der Drei-Museen- und Obstbaugemeinde, in die Frickinger Kirchstraße.

Die Marktmeile rund um das Frickinger Rathaus war in diesem Jahr schon sehr frühzeitig belebt. Während manche der Marktbeschicker noch mit dem Drapieren ihrer Auslagen beschäftigt waren, bummelten schon zahlreiche Gäste an den über 80 Ständen entlang. Bald schon war ein Vorankommen nur in Trippelschritten möglich. Dicht an dicht flanierten die Besucher Kirchstraße aufwärts und Kirchstraße abwärts, und mit jeder Runde konnte man zuschauen, wie die mitgebrachten Einkaufssäckchen voller und schwerer wurden. Die Marktbeschicker boten ja auch wieder eine unerschöpfliche Vielfalt an schönen, dekorativen und nützlichen Dingen feil. Und das reizte zum "Krome", wie man hierzulande mitunter immer noch für Shoppen zu sagen pflegt. "Das Geschäft läuft außerordentlich gut", sagte Angelika Hodapp schon um die Mittagszeit. Die hübschen Herbstgestecke der Bruckfelder Floristin fanden regen Absatz.

Auch bei allen anderen Händlern sah man zufriedene Gesichter. Auf dem gesamten Herbstmarkt herrschte Hochkonjunktur. Ganz besonders auch bei den örtlichen Obstbauern. Kilo um Kilo leerten sich ihre Kisten mit tiefblauen Zwetschgen, knackig frischen Äpfeln und Birnen. Vieles davon war auch in veredelter Form zu haben. Als Cöxle, als Willi oder als Kirschwässerle. "Möchten Sie e Schnäpsle oder e Likörle versuchen?", führte Anni Hering von der Rickenbacher Brennerei Senft die Passanten in arge Verführung. Nicht ohne zugreifende Resonanz. Aber auch handgemachte Stricksachen fanden Abnehmer. Denn der nächste Winter kommt bestimmt. Dorothea und Achim Knobelspies aus Neufrach verpassten deshalb ihrem vierjährigen Sprößling eine warme Boppelmütze.

Überhaupt kamen die kleinen Herbstmarktbesucher reichlich auf ihre Kosten. Am dampfenden Paradiesbähnle standen sie mit ihren Mamas und Papas Schlange. Hoch hinaus wagte sich der fünfjährige Theo aus Bruckfelden. Die Kletterwand vom Jugendmobil Stockach faszinierte ihn so sehr, dass er gleich ein halbes Dutzend Mal hinaufkletterte.

Die Erwachsenen fühlten sich von den Holzkünstlern in den Bann gezogen, die auf der Pfarrwiese aus Stammholz nützliche und phantasievolle Gartenobjekte zauberten. Drumherum informierten etliche Frickinger Handwerksfirmen mit anschaulichen Ausstellungen ihre Dienstleistungsangebote.

Alle Hände voll zu tun hatten jene Marktbeschicker, die für kulinarische Abwechslung sorgten. Nur allzu leicht hat sich bei der großen Auswahl an Deftigem und Süßem -vom Spanferkel bis zum Lachs-Maultäschle, vom Schoko-Apfel bis zur Sahnetorte- der Gedanke ans Kalorienfuttern verflüchtigt.

Zahlreichen Marktbesuchern war noch ein anderes Glück beschert, wenn sie bei der großen Herbstmarkt-Tombola ein einigermaßen gutes Händchen hatten und einen der 450 Preise aus der Lostrommel zogen. Die Hauptpreise waren ein Segelflug und ein 300-Euro-Einkaufsgutschein.

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