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Eriskirch Umweltminister lobt gelungene Uferrenaturierung

Kurz vor der Eröffnung hat der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller am Mittwoch das Eriskircher Strandbad besucht.

Eriskirch (rac) In den vergangenen Monaten wurde das Ufer im Strandbad und das des benachbarten Grillplatzes auf einer Länge von gut 300 Metern renaturiert.

"Als gelerntem Landschaftsarchitekt geht mir hier das Herz auf", sagte Untersteller angesichts des neu gestalteten Ufers samt Kinderspielgelände mit Holzschiff und Wasserspielplatz. Dabei denkt der Umweltminister nicht nur an die schönere Optik für die Badegäste, sondern an ökologische Aspekte wie die bessere Selbstreinigung des Wassers und den wertvolleren Lebensraum für viele Tierarten in der Flachwasserzone. Für knapp 800 000 Euro habe das Land als Bauherr das zuvor mit Beton und Wasserbausteinen gesicherte Ufer naturnah und flach umgestaltet. "Das ist hier gut angelegtes Geld", stellte Untersteller fest.

Strandbad und der benachbarte Grillplatz, der zusätzlich durch eine neue Aussichtsplattform aufgewertet wurde, liegen mitten im Naturschutzgebiet und bilden für Eriskirch den einzigen Seezugang. "Das Land hat großen Wert darauf gelegt, die Freizeitnutzungen am Ufer naturverträglich in die Pläne zu integrieren", so der Minister. Erfreulicherweise habe das Seewasser im Strandbad aufgrund von Sofortmaßnahmen zur Senkung der Keimbelastung 2016 die Grenzwerte nicht überschritten. Dies sei nicht einfach, befinde sich doch entlang der Schussen die höchste Einwohnerdichte aller deutschen Seenzuflüsse. Lobende Worte hatte Untersteller auch für den Zweckverband Wasserversorgung Unteres Schussental und für das Landratsamt Bodenseekreis. "Durch Abwassermaßnahmen wie zusätzlichen Reinigungsstufen befinden Sie sich hier europaweit in einer Spitzenposition.

" Nun sei der Bodensee als Voralpensee qualitativ da, wo er hingehöre. "Auch wenn das den Berufsfischern nicht gefällt." Eine weitere Herausforderung sieht Untersteller im Klimawandel, der Einfluss auf das Mischungs- und Schichtungsverhalten im Bodensee habe.

Bürgermeister Markus Spieth dankte den Verantwortlichen im Regierungspräsidium Tübingen, den Planern vom Büro 365 Grad und den Mitarbeitern, die in den vergangenen Wochen alle Hände voll zu tun hatten. "Auch Dank des entscheidungsfreudigen Gemeinderats gelang die Uferrenaturierung in Rekordzeit", so Spieth. An Untersteller gewandt schwärmte er für die Aussicht: "So viel See wie hier sieht man in ganz Baden-Württemberg nicht." Untersteller trug sich in Goldene Buch der Gemeinde ein. Dazu musizierte mit Julian Eberhard, Moritz Kesenheimer und Felix Schraff ein Jugend-Trio aus Eriskirch.

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