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Eriskirch Uferrenaturierung im Strandbad abgeschlossen

Das Strandbad Eriskirch und der benachbarte Grillplatz am See punkten jetzt mit mehr Natur: Die Maßnahmen zur Uferrenaturierung sind abgeschlossen. Eine neue Beobachtungsplattform lockt Naturfreunde. Am 20. Mai startet die neue Badesaison mit einem Tag der offenen Tür.

Die ersten Pläne gab es bereits vor zehn Jahren. Im Juli 2016 gab der Gemeinderat schließlich grünes Licht. Jetzt ist die Uferrenaturierung des Eriskircher Strandbads und des benachbarten Grillplatzes abgeschlossen. Freuen können sich die Badegäste nicht nur auf das naturbelassene Ufer, sondern auch auf eine gelungene Gestaltung. Die Badesaison startet am Samstag mit einem Tag der offenen Tür.

Bürgermeister Markus Spieth sagt: "Neben dem Umweltaspekt ist der große Pluspunkt, dass das Ufer für Badegäste endlich begehbar ist." Gut 300 Meter lang war der mit großen Steinblöcken verbaute Uferabschnitt mitten im Natur- und Vogelschutzgebiet des Eriskircher Rieds. Um diese Lücke zu schließen und ökologisch aufzuwerten, beschlossen das Regierungspräsidium Tübingen und die Gemeinde, die in die Jahre gekommenen Außenanlagen des Schwimmbads im Sinne des Naturschutzes grundlegend zu modernisieren. Zwischen Grillplatz und Naturschutzgebiet wird das Ufer außerdem durch eine Beobachtungsplattform aufgewertet. Von den Kosten in Höhe von 900 000 Euro trägt das Land Baden-Württemberg 500 000 Euro. Nun rechnet die Gemeinde noch mit einem Zuschuss aus dem Tourismus-Fonds.

Landschaftsarchitekt Christian Seng vom Planungsbüro 365 Grad, Bauamtsleiter Frank Jehle und Bürgermeister Markus Spieth (von links) freuen sich über den neuen Zugang zum See.
Landschaftsarchitekt Christian Seng vom Planungsbüro 365 Grad, Bauamtsleiter Frank Jehle und Bürgermeister Markus Spieth (von links) freuen sich über den neuen Zugang zum See.

Für Eriskirch sei die Uferrenaturierung von besonderer Bedeutung, da das Strandbad den einzigen direkten Zugang zum Bodensee biete. "Dieses abgeschlossene Projekt meinem Nachfolger zu übergeben, freut mich sehr", sagt Spieth, der noch sechs Wochen im Amt ist. Vor Ort im Strandbad gefällt ihm, dass der Klang der Wellen, die sich am renaturierten Ufer brechen, wieder zu hören ist. Außerdem schätzt er den weiten Blick von der Rheinmündung bis nach Konstanz. Mit den Sitzinseln um die alten, Schatten spendenden Bäume und dem Wasserspielplatz habe das Bad sehr gewonnen. Statt über den baufälligen Steg können die Badegäste jetzt über eine Rampe mit Geländer bequem ins Wasser gehen. "Sogar ein spezieller Rollstuhl steht bei Bedarf zur Verfügung", berichtet Spieth. Er vermisst den Steg nicht. "Im Gegenteil, ich finde den freien Blick über den See viel schöner."

Insbesondere werden die Kinder im neuen Eriskircher Strandbad "Juhu" rufen. In der Flachwasserzone können sie gefahrlos baden. Der neue Wasserspielplatz lädt ein, nach Herzenslust zu planschen, zu matschen und Bäche umzuleiten. Über eine Wackelbrücke erreichen die Kinder eine künstliche Insel, auf der unter anderem ein Schiff und Hängematten zum Klettern einladen. In Sachen Wasserqualität gibt es derzeit keinen Grund zur Sorge. "Wir hatten 2016 durchweg beste Werte", berichtet Bürgermeister Markus Spieth. Damit ist das von der Europäischen Union ausgesprochene Badeverbot vom Tisch.

"Wasser marsch" heißt es ab Samstag auf dem neuen Wasserspielgelände des Eriskricher Strandbads. Hier können Kinder nach Herzenslust planschen und toben.
"Wasser marsch" heißt es ab Samstag auf dem neuen Wasserspielgelände des Eriskricher Strandbads. Hier können Kinder nach Herzenslust planschen und toben. | Bild: Claudia Wörner

Tag der offenen Tür

Am Samstag, 20. Mai, lädt die Gemeinde Eriskirch ab 10.30 Uhr zum Tag der offenen Tür ins Strandbad ein. Bei freiem Eintritt kann man sich ein Bild von Uferrenaturierung, neuem Wasserspielplatz und Grillplatz mit Beobachtungsplattform machen. Es gibt ein Weißwurstfrühstück und die Musikkapelle Eriskirch sorgt für Unterhaltung.

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