Der neue Kirchenführer von „Mariä Himmelfahrt“ enthält viele neue Bilder und Texte und birgt manches Geheimnis
Neu aufgemacht wurde der Kirchenführer der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ in Eriskirch. Mit vielen neuen Fotos und Texten, aber auch mit Beschreibungen der Glocken, des Labyrinths, der Orgel und vielen anderen Ausstattungsgegenständen wurde er erweitert. Ganz neu sei der Falter in der Mitte, berichtet Bernhard Vesenmayer, stellvertretender Vorsitzender des Kirchengemeinderats. Auf einer Doppelseite sind die Chorwände als Skizze aufgezeichnet und die einzelnen Szenen der gotischen Fresken beschrieben. Beim Aufklappen der Seiten erscheint der gesamte Chorraum als Fotografie, wodurch sich die Beschreibung direkt am Bild nachvollziehen lässt. „Der Zyklus wird von oben links nach oben rechts gelesen. Dann geht er eine Etage tiefer wieder links los und wird nach rechts gelesen“, erklärt Vesenmayer. Die Bildreihe beginnt bei der Schöpfungsgeschichte und endet bei der „Hostienmühle“, einem neutestamentlichen Andachtsbild.
Neu hinzugekommen sind auch zwei Fotografien der Deckengemälde, die 1933 von August Braun gefertigt wurden. „Dadurch kann man sie besser anschauen, ohne den Kopf so weit in den Nacken legen zu müssen“, sagt Vesenmayer schmunzelnd. Was in dem neuen Kirchenführer auch deutlich wird: Das Gotteshaus, erbaut in der Spätgotik, erlebte zahlreiche Veränderungen in den verschiedenen Epochen, die noch heute sichtbar sind. In der Barockzeit wurde „Mariä Himmelfahrt“ innen komplett weiß gestrichen und die Fresken übermalt, aber auch die Gegenwart hat ihre Spuren hinterlassen.
Manch ein Geheimnis wird in dem neuen Kirchenführer ebenfalls gelüftet. Denn unter dem hölzernen Altar befindet sich ein mittelalterlicher Kastenaltar aus Stein, der auf seiner Rückseite einen Zugang hat, der noch heute offen ist. In der Chronik lässt sich manche Anekdote finden. So beendeten zum Beispiel die Markdorfer 1481 eine 200-jährige Wallfahrt nach Eriskirch wegen schlechter Weinjahre.
Erhältlich ist der Kirchenführer „Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt“ für 4,80 Euro in der Kirche, im Pfarramt und im Rathaus sowie im Kloster Moos.