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21.05.2012  |  von  |  0 Kommentare

Eriskirch Gute Laune und gutes Wetter

Eriskirch -  Am Sonntag fand der alljährliche Eriskircher Volkslauf statt. Die Strecke führte die Läufer durch die wunderschönen blauen Iriswiesen des Rieds, ein Wäldchen und an der Schussen entlang.

Joachim Würth aus Eriskirch (links) wurde mit 1:04:18 Stunden Dorfmeister, geschlagen wurde er nur noch vom Gesamtsieger Thomas Kübler aus Langenargen mit 1:03:20 Stunden.  Bild: Reiners

Bei den Frauen gewann über die 15-Kilometer-Distanz Beatrix Bentele aus Neukirch in der Zeit von 1:22:26 Stunden.



Auf verschieden langen Routen konnten sich Läufer jeder Altersklasse beweisen oder aber einfach aus Spaß ohne Zeitabnahme mit- machen.

Insgesamt etwa 150 Spaßläufer, 47 Kinder und 51 Erwachsene, die die längste Strecke von 15 km auf Zeit liefen, nahmen am Volkslauf teil. Unter den 51 waren nur zwölf Frauen. „Ein paar der üblichen Läuferinnen sind dieses Jahr leider ausgefallen“, bedauert Egon Wetzel, der die Läuferdaten und Zeiten in einer Exceltabelle zusammenträgt. Dafür gibt es auch unter den so genannten Spaßläufern besonders zähe Kandidatinnen. Eine davon ist Gerdi Spengler. Sie habe ganze sechs Monate wegen einer Verletzung nicht einmal Treppen steigen können, aber diesen Lauf habe sie sich nicht nehmen lassen wollen. Günther Lenz, der einer der Hauptverantwortlichen der Aktion ist, mahnt sie zur Vorsicht. „Manchmal passen die Knochen einfach nicht zum Ehrgeiz“, sagt er. Doch Gerdi Spengler lässt sich ihr Strahlen nicht nehmen. „Es ist wichtig, jeden Tag seines Lebens auszukosten“, erklärt sie ihre Lebenseinstellung. Man wisse ja nie, was die Zeit bringt und in den vergangenen 64 Jahren hätte ihr die Erfahrung Recht gegeben. 7,5 km ist sie gewalkt, wie auch die Freundinnen Rosi Schreiber und Margarethe Bodenmüller, die sich selbst als „Spaßläuferinnen 60+“ betiteln.

Ernster geht es da bei den Kindern zu, die beinahe unter Tränen um eine gerechte Platzierung kämpfen, denn mit einer so regen Teilnahme unter acht Jahren hatte keiner der Veranstalter gerechnet. So wird in Minutenschnelle eine neue Läuferkategorie zu den beiden Einteilungen von acht bis zehn und elf bis zwölf Jahre hinzugefügt und dabei entsteht dann zunächst ein kleines Durcheinander. Die jüngste Läuferin etwa, die mit ihren gerade mal fünf Jahren eigentlich unter den besten Mädchen gelandet ist, wird hierbei vergessen. Anna Gottwald heißt sie und hat ihre Eltern mit dabei. „Ich bin sozusagen ihr Coach“, sagt ihre Mutter und es sei schließlich der erste Lauf ihrer Tochter. Das sei in jedem Fall ein Grund zum Stolzsein, auch wenn das mit der Siegerehrung nicht so ganz geklappt habe.

Bei den Erwachsenen mit Zeitabnahme auf 15 km geht alles ruhig und geordnet zu. In gut messbaren Abständen trudeln diese nach und nach im Ziel ein. „Da zeigt sich, dass ein Massenstart keine schlechte Idee war“, urteilt Günther Lenz, der die Zeiten neben der Zielgeraden notiert. Bisher hätten sie immer gestaffelt loslaufen lassen und dieses Jahr etwas Neues ausprobiert.

Alles in allem wird der Eriskircher Volkslauf sehr positiv aufgenommen. Die Laune ist gut und das Wetter fast zu gut. Ein paar Läufer scheitern an der Hitze.

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