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Deggenhausertal Partnerschaftsfeier im Deggenhausertal: 25 Jahre sind erst der Anfang

Die Partnergemeinden Tschasartet (Ungarn) und Deggenhausertal haben mit einem Jubiläumsfestakt in Obersiggingen ihre 25-jährige Freundschaft gefeiert.

Nach 25 Ehejahren argwöhnt so manches Paar oft, die Luft sei raus aus der Beziehung. Nicht so bei den Partnergemeinden Tschasartet (Ungarn) und Deggenhausertal. Beim Jubiläumsfestakt in Obersiggingen war zu spüren, wie herzlich und innig die Partnerschaft noch heute gelebt wird. Das zeigte alleine schon die Größe der ungarischen Reisegruppe: Rund 80 Personen war sie stark und es wären wohl noch einige mehr geworden, wenn nicht ausgerechnet am Donnerstag die Schulverabschiedung der Grundschüler in Ungarn stattgefunden hätte.

Dem Anlass entsprechend war das Hauptprogramm von Ehrungen und Danksagungen bestimmt. Den beiden Altbürgermeistern Stefan Wiedner und Knut Simon – liebevoll die "Gründerväter" genannt – wurden reichlich Ehre zuteil für ihre damalige Initiative eine gemeinsame Partnerschaft einzugehen und aufzubauen. Wer damals den ersten Schritt machte, kann nicht mehr exakt nachvollzogen werden, dafür aber die Motive. Für Simon war es eine recht schnelle wie praktische Entscheidung: "Als ich hörte, dass der Ort 1000 Weinkeller hat, wusste ich: Die müssen Partner werden." Ebenso erinnert sich Wiedner: "Ich habe mich damals einfach in Knut verliebt." In diesem Moment ist im Festzelt zu spüren, wie gerne man sich an diese Zeiten erinnert.

Ausstellungs-Initiator Herbert Jauch (Mitte) zusammen mit ehemaligen und aktuellen Honorationen: Der Altbürgermeister von Tschasartet Stefan Wiedner (von links), Altbürgermeister Knut Simon, sowie die derzeitigen Bürgermeister Judit Stalter und Fabian Meschenmoser. Bilder: Jan Manuel Hess
Ausstellungs-Initiator Herbert Jauch (Mitte) zusammen mit ehemaligen und aktuellen Honorationen: Der Altbürgermeister von Tschasartet Stefan Wiedner (von links), Altbürgermeister Knut Simon, sowie die derzeitigen Bürgermeister Judit Stalter und Fabian Meschenmoser. Bilder: Jan Manuel Hess | Bild: Jan Manuel Heß

Viele, die 1992 die ersten Besucher aus dem Deggenhausertal bei sich aufnahmen, sind an diesem Abend dabei. Unter anderen wurden auch Yuri Vancsik und Sigi Krause geehrt, denn sie waren damals die von den Gemeindeverwaltungen beauftragten Koordinatoren und trugen so erheblich zu den Beziehungen bei. "Es wurde eine Brücke zueinander geschlagen, die in den folgenden Jahren mehrfach und auf vielerlei Weise überquert wurde", so Bürgermeister Fabian Meschenmoser in seiner Festrede.

Yuri und und seine Frau Tersia Vancsik genießen die Zeit im Deggenhausertal. Yuri war viele Jahre der Partnerschaftsbeauftragte von Tschasartet.
Yuri und und seine Frau Tersia Vancsik genießen die Zeit im Deggenhausertal. Yuri war viele Jahre der Partnerschaftsbeauftragte von Tschasartet. | Bild: Jan Manuel Heß


Vor allem wurde diese von den Vereinen, der Feuerwehr und anfangs auch noch von der Schule überquert. Damit auch weiterhin ein reger Austausch über die Brücke stattfindet, müssen neue Partnerschaften, besonders unter den Jugendlichen, entstehen. Dazu Meschenmoser weiter: "Die Partnerschaft war von Beginn an auf die Zukunft angelegt, daher stellen diese 25 Jahre zwar ein entscheidendes, aber nur ein kleines Kapitel einer hoffentlich langen und lebendigen Freundschaft dar." Er sieht gerade beim Sportvereinen oder bei der Musik das beste Potenzial. "Da werden wir definitiv in der nächsten Zeit eine Planung aufnehmen", so Fabian Meschenmoser im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Auch seine Amtskollegin, Judit Stalter, blickt nach vorne: "Ich habe ein gutes Gefühl bei dieser Partnerschaft und nehme den Stab auf, den Stefan Wiedner reichte." Für sie soll der "Bus der Freundschaft" fleißig weiter pendeln.

Nach den vielen ehrenden Worten und Danksagungen war endlich die Zeit für den zwanglosen Teil des Abends gekommen. Der Musikverein Roggenbeuren sorgte für zünftige Blasmusikklänge, während die Gäste sich das Festessen schmecken ließen. Absoluter Höhepunkt des Abends: Der Auftritt der Tschasarter Volkstanzgruppe. Bereits um 18 Uhr am Samstag eröffnete die reichlich vertretene Riege an ehemaligen und derzeitigen Bürgermeistern eine von Herbert Jauch zusammengestellte Ausstellung mit Fotos und SÜDKURIER-Artikeln aus den vergangenen 25 Jahren.

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