Mut und Optimismus wurden gleich mehrfach belohnt beim Sommerkonzert des Gospelchors Deggenhausertal auf dem neuen Dorfplatz in Deggenhausen. „Bei mir ist das Glas immer halbvoll und nicht halbleer, deshalb haben wir uns entschlossen, das Konzert nicht – wie es möglich gewesen wäre – ins Feuerwehrhaus zu verlegen, sondern trotz des wolkenverhangenen Himmels auf dem Dorfplatz zu gestalten“, zeigte sich Chorleiter Elmar Reisch vor Beginn davon überzeugt, dass es trocken bleiben würde. Und diese positive Einstellung führte zu einem sehr erfolgreichen Konzert, an dem die rund 250 Besucher ihre helle Freude hatten. Anlässlich des 40. Geburtstags der Gemeinde Deggenhausertal hatte der Chor Gospels und Hits aus den 70er Jahren zusammengestellt. Dabei auch Lieder der afroamerikanischen Sklaven in Nordamerika und andere, die auffordern, die Nähe Gottes zu suchen, ihn zu lieben und zu ehren.
„Mit ‚What a wonderful Day‘ wollen wir den Wettergott beschwören, dass das Wetter auch für den zweiten Teil hält“, hoffte Christel Götz-Schneider, die durch den Abend führte. Sie ging auf das Gründungsjahr der Gemeinde 1972 ein, als sich Ost und West im Kalten Krieg noch feindlich gegenüberstanden, Willy Brandt Bundeskanzler war, Abba die erste Schallplatte aufnahm und die deutschen Fußballer Europameister wurden. In dieses Jahr fiel auch die Vereinigung von sechs selbstständigen Gemeinden im Deggenhausertal zur Gemeinde Deggenhausertal, was heute ein großartiger Erfolg geworden ist. Mit „Ein Bett im Kornfeld“ von Jürgen Drews und dem absoluten Urlaubshit von 1972 „Eviva Espana, die Sonne scheint bei Tag und Nacht“ kam Urlaubsstimmung auf dem Dorfplatz auf.
Unter Begleitung eines Ensembles des Harmonika-Clubs Friedrichshafen trugen die Sängerinnen und Sänger, als Blumenkinder geschmückt, zum Finale ein Medley aus dem ersten großen internationalen Musical „Hair“ vor, bei dem es um den Protest der Flower-Power-Generation gegen Rassentrennung, das Establishment und den Vietnamkrieg ging. Von „Let the Sunshine in“ über „Aquarius“ bis hin zu „Hare Krishna“ war alles dabei. Und der Lohn? Ein begeistertes Publikum, kein Tröpfchen Regen während des gesamten Konzerts und gut 250 glückliche Zuschauer, die mit Beifall nicht geizten.
Am Ende des Konzerts wurden Ursula Hefler sowie Cornelia und Albert Allgaier für zehnjährige Treue zum Chor geehrt.
