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Deggenhausertal Eltern fordern Änderungen im Kinderhaus Untersiggingen

Die Situation im Kinderhaus in Untersiggingen ist beengt und gerade um die Mittagszeit herrscht Trubel. Im Gemeinderat bemängelten die Elternbeirätinnen die Verhältnisse und reichten einen offiziellen Antrag bei der Gemeinde ein, diverse Punkte zu diskutieren und tätig zu werden.

Der Mittagstisch für die an Zahl zunehmenden Kinder in der Ü3-Gruppe (Dreijährige und darüber), die beengte Raumsituation, besonders zur Essenszeit, und die Verlagerung von pädagogischer Arbeit hin zu eher hauswirtschaftlichen Aufgaben bringt das Kinderhaus in Untersiggingen an seine Grenzen. Eltern, die den Trubel zu den mittäglichen Abholzeiten mitbekommen, hatten ihre Anliegen formuliert, die die Elternbeirätinnen Katrin von Möllendorff und Daniela Heigle in der Bürgerfragestunde des Gemeinderats vorbrachten. Sie baten die Gemeinderäte auch mit einem offiziellen Antrag, diverse Punkte zu diskutieren und tätig zu werden. Die Situation ist der Gemeinde bekannt. Lösungen sind bereits in Auftrag gegeben.

Die hauptsächliche Problematik ist unter anderem in den Stoßzeiten begründet. Wenn die Erzieherinnen mittags die Kinder richten, damit sie von den Eltern abgeholt oder auf den Bus geschickt werden können und gleichzeitig zum Mittagessen geläutet wird, kommt es zu Hektik und Lärm. Das Essen muss in zwei Schichten erfolgen, denn die Nachfrage nach den Mahlzeiten nimmt seit zwei Jahren zu, so Kinderhausleiterin Renate Pawlowski. Und die Zahl der Kinder ebenso, prognostizierten die Elternbeirätinnen und verwiesen auf die bevorzugt an Familien vergebenen Grundstücke in den Neubaugebieten.

Wurde früher in der Küche gegessen, so wurde dieser Platz schnell zu eng. Die Kleinen müssen zum Mittagessen in die Gruppenräume ausweichen. Hinzu kommt, dass Anfang des Jahres erneut eine dritte Gruppe eingerichtet und deshalb eine Wand für einen Gruppenraum eingezogen werden musste. "Wir sind mit dem Architekten durch die Räume gegangen, er erarbeitet Lösungsmöglichkeiten. Es wird geschaut, was finanziell und räumlich machbar ist", informierte Bürgermeister Fabian Meschenmoser auch über Gespräche mit der Kindergartenleitung und den Kindergartenbedarfsplan, aus dem Schlüsse auf die künftige Zahl der Kinder gezogen werden könnten. Die Lösungen sollen zeitnah erfolgen, damit man die Situation so schnell wie möglich entschärfen könne. Derzeit würden in der Verwaltung Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen, die dann mit dem Gemeinderat diskutiert werden sollen.

Den Eltern ging das bisher nicht schnell genug. Deshalb reichten sie den Antrag ein, der ihrer Vorstellung nach in der nächsten Sitzung am 13. Juni Thema sein sollte. Dieses Ziel bezeichnete der Bürgermeister jedoch als "sehr sportlich": "Wir gehen davon aus, dass wir das im Juli oder Anfang August geklärt haben." Zu den weiteren Wünschen der Eltern zählt auch die Anstellung einer hauswirtschaftlichen Mitarbeiterin, die die Erzieherinnen entlastet. "Dreieinhalb Stunden täglich sind diese zusätzlich durch die Mahlzeiten, Essensausgabe und dem Aufräumen danach gebunden", sagte Renate Pawlowski auf Nachfrage des SÜDKURIER.

Diese Zeit fehle bei der pädagogischen Arbeit, finden wiederum die Eltern. Hier sei die Gemeinde ebenfalls schon tätig geworden, berichtete der Bürgermeister: "Wir sind dabei, Personal für die Entlastung bei der Essensausgabe zu bekommen." Der Einladung, den trubeligen Mittagsbetrieb hautnah zu erleben, folgte gestern auch Gemeinderat Wolfgang Rößler (FW). "Die Dynamik war für alle nicht absehbar", meinte er mit Blick auf die Nachfrage im Kinderhaus.

Weitere Räume

Der Antrag des Elternbeirats im Namen der betroffenen Eltern umfasst folgende Punkte für das Kinderhaus in Untersiggingen: weitere Räume für Mittagessen, Kleingruppenarbeit, Kooperationsarbeit, Inklusionsarbeit, Einzelförderung sowie Schlafmöglichkeiten, langfristige Planung, auch bezüglich verlängerter Öffnungszeiten.

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