Daisendorf Viel in Zukunft investieren
10.02.2012
Das Gesamtvolumen hat sich um knapp 1 Million Euro auf rund 3,6 Millionen Euro erhöht. Eine Zuführung an den Vermögenshaushalt von 78 835 Euro sorgt für ein Polster, da die Rücklagen bereits im vergangenen Jahr auf über 1 Million Euro angewachsen sind.
Daher plant die Verwaltung für dieses Jahr Investitionen von 876 485 Euro. Ob alles verwirklicht werden kann, hängt laut Lemke von verschiedenen Faktoren ab. 350 000 Euro sind für den Erwerb von Grundstücken von privaten Besitzern vorgesehen. Nachdem der Flächennutzungsplan 2020 verabschiedet worden ist, möchte Lemke fünf bis sechs Grundstücke von Privateigentümern vorsorglich erwerben, um die künftige Dorfentwicklung planen und optimal verwirklichen zu können. Gemeindeeigene Bauplätze sind fast nicht mehr vorhanden.
Für den eventuellen Rückkauf des Stromnetzes zusammen mit den anderen Gemeinden des Verwaltungsverbandes – die Ausschreibungen sind in die Wege geleitet und die Entscheidung fällt voraussichtlich noch in diesem Jahr – sind 150 000 Euro vorgesehen. Ob ein Rückkauf des Stromnetzes tatsächlich erfolgt, ist nach der Darstellung von Bürgermeister Lemke noch völlig offen: „Es ist ein reiner Merkposten.“ Ein weiterer gewichtiger Posten ist die Sanierung der Steuertechnik der Hochbehälter am Fehrenberg, Wattenberg und Gärtlesberg sowie des Tiefenbrunnens Fehrenberg, der für Notfälle vorgesehen ist. Angesetzt sind hierfür 130 000 Euro. Nach den Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Kindergarten, Feuerwehr und Rathaus ist eine weitere Anlage auf dem Dach des Bauhofes für 50 000 Euro geplant.
Zu den Investitionen in die Sommertalschule Meersburg gab Frank Lemke zu bedenken, dass der Standort noch nicht gesichert ist. Er ließ offen, ob die Voraussetzungen für die gewünschte Umwandlung der Werkrealschule in eine Gemeinschaftsschule zu erfüllen sind. Letztendlich hängt es von der Anzahl der Schüler ab, wie weit Aussicht auf Realisierung bestehe.
Außer der bereits 2011 beschlossenen ersten Stufe der Anhebung der Bestattungsgebühren gibt es 2012 keine höheren Steuern und Gebühren. Auch eine Kreditaufnahme ist nicht erforderlich. Die Restschulden verringern sich Ende 2012 auf nur noch rund 50 423 Euro (31,44 Euro pro Einwohner).
Bei der Erörterung des Verwaltungshaushaltes hakte Gemeinderat Jörg Piller beim Posten Heimatpflege nach. Er wollte genauere Angaben zu dem mit 32 000 Euro angesetzten Posten „innere Verrechnung“ – das ist der Anteil der Bauhofarbeitsstunden für diesen Unterabschnitt. „Sie als Bürgermeister müssen doch jetzt schon einen Plan haben, wie wird der Bauhof eingesetzt“, sagte Piller. Bürgermeister Lemke und auch Verbandskämmerer Lämmer erklärten, dass erst am Ende des Jahres die Aufwendungen für den Bauhof genau feststehen und in diesem Entwurf nur Erfahrungswerte angesetzt sind.
