Narren begeistert vom bunten Programm im Bürgersaal des Rathauses
Der Bürgersaal des Daisendorfer Rathauses war voll mit bunt kostümierten Mäschgerle, die ausgelassen den Vereinsball der Narrenzunft „Sumpfgeister“ feierten. Weihermännle und Sumpfgeister mitsamt Narrenrat und Narreneltern sowie die Indianer der Musikkapelle Daisendorf/Stetten marschierten auf die Bühne, allen voran Narrenpolizist Martin Menner. Nur die Frösche fehlten, die sind wohl dem Artensterben trotz Krötenschranke zum Opfer gefallen.
Doch der Nachwuchs tanzte begeistert. Zuerst der Narrensamen mit drei reizenden Ballerinen und einem Jungen, der natürlich der Hahn im Korb war. Die Teenies tanzten zu Pop und Rock und erfreuten die Zuschauer mit ihrem frischen Auftritt. Einstudiert wurden die Tänze von Manuela Tullo und Christine Fröhlich. Einen schaurigen Auftritt hatten die Vampirmädchen, die sich vom Vampir umgarnen ließen. Nur die Zimmermannsgilde, inzwischen ein eigener Verein, fehlte. Martin Menner meinte verständnisvoll: „Die Zimmermannsgilde muss Kräfte sammeln für das Narrenbaumstellen. Der soll für den 44. Vereinsgeburtstag 44 Meter lang werden.“
Dafür kam die Meersburger Zimmermannsgilde, die ihren in Meersburg viel bejubelten Auftritt mit etwas maskulin wirkenden Damen im Dirndl und Männern in Sepplhosen nun in Daisendorf wiederholte. Die Meersburger Katzen des Fanfarenzugs heizten ebenso wie die Schalmeien aus Fischbach den Narren tüchtig ein.
Die einzige Närrin, die es wagte, auf der Bühne Dorfgetratsch zum Besten zu geben, war Uschi Kraus als Putzfrau im Rathaus. Sie sang ein Lob auf ihre Chefin Lilly Menner: „Ich sag' es ganz bescheiden, ich tu meine Chefin Lilly nicht beneiden.“ Alleinunterhalter Otti brachte in den Pausen die Stimmung im Saal zum Kochen.