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Daisendorf Sozialdemokraten legen Schwerpunkte auf Bildung und Verkehr

27.01.2012


SPD-Ortsverein spricht sich dafür aus, eine Gemeinschaftsschule auf den Weg zu bringen

Der SPD-Ortsverein hat bei einer Veranstaltung im Bürgersaal in Daisendorf die Schwerpunkte seiner Arbeit erläutert. Zunächst gab Stadträtin Ulrike Wirbatz einen kurzen Überblick über den jetzigen Stand und die Zukunft der Sommertalschule. „Die SPD hat sich stark gemacht für den Erhalt der Hauptschule, jetzt herrscht frischer Wind in der Schullandschaft“, berichtet sie. Mittlerweile werde die Sommertalschule neben der Hauptschule als Werkrealschule geführt. Als Perspektive, um den Schulstandort Meersburg zu erhalten, biete sich die kürzlich in Baden-Württemberg auf den Weg gebrachte Gemeinschaftsschule an, die es auch in Meersburg geben könnte. „Hier besteht Handlungsbedarf, es muss eine Absichtserklärung zur Aufnahme in das Verfahren der Gemeinschaftsschule gegeben werden“, blickte Wirbatz in die Zukunft. „Der Schulträger muss Druck machen“, ergänzte SPD-Vorsitzender Klaus Pimiskern.

Die Planung von Fahrradwegen von Daisendorf nach Uhldingen-Mühlhofen und von Daisendorf nach Meersburg beschäftigt die SPD schon seit langem. Wie Pimiskern erklärte, scheiterte bislang der Bau eines Radweges nach Mühlhofen entlang der Kreisstraße an den Kosten von rund 700 000 Euro. Als Kompromiss werde nun ein Fahrradweg von Daisendorf, Oberrieder Weg, bis nach Uhldingen ausgebaut. Wie der Daisendorfer Bürgermeister Frank Lemke bei der SPD-Veranstaltung erklärte, soll die noch nicht befestigte Strecke von 1,35 Kilometern auf der Gemarkung Uhldingen-Mühlhofen in Absprache mit Bürgermeister Edgar Lamm, Uhldingen-Mühlhofen, im März in Angriff genommen werden.

Zu den Kosten von 80 000 Euro wird die Gemeinde Daisendorf die Hälfte übernehmen. Wann dagegen der Radweg zwischen Daisendorf, ab Kurallee, und Meersburg auf der rechten Seite bis zum „Letzten Heller“ gebaut werde, sei noch nicht abzusehen. Die Pläne liegen beim Landratsamt. Geld stünde zur Verfügung. Frank Lemke erklärte, dass noch Ausführungsvorschriften zum Gemeindeverkehrsgesetz fehlten, er hoffe aber, dass noch in diesem Jahr damit begonnen werden könne.

Pimiskern erläuterte weiter das schon seit langem bestehende Konzept eines Anschlusses der Kreisstraße 7783 an die Bundesstraße 31 in der Nähe des Gasthauses „Letzten Heller“ in Meersburg und ebenso in Daisendorf. Hierdurch könne die Belastung des Verkehrs in Meersburg und Daisendorf erheblich verringert werden. „Wir appellieren an die Meersburger und Daisendorfer, eine Lösung zu finden“, warb Pimiskern für sein Projekt. Der Daisendorfer Gemeinderat Ulrich Bernhard findet die Lösung für Daisendorf nicht optimal und auch Bürgermeister Frank Lemke stellte fest: „Die neue Bundesstraße 31 wird erst in 20 Jahren gebaut werden. Jetzt können wir nichts tun. Es ist noch lange Zeit kein Geld dafür vorhanden.“

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