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Bodenseekreis Wasser in Flüssen und Bächen wird knapp

14.08.2012
Bodenseekreis -  In vielen Flüssen und Bächen im Bodenseekreis wird das Wasser knapp. Darauf weist das Amt für Wasser- und Bodenschutz des Landratsamts hin.
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Weil es seit vielen Tagen nicht ausreichend geregnet hat, sinken die Pegelstände, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts. Der Lebensraum vieler Wassertiere wird stark eingeengt und die Wassertemperatur steigt. „Vor allem für die Fische ist die Situation mittlerweile kritisch“, sagt Iris Steger, Leiterin des Amtes für Wasser- und Bodenschutz des Landratsamtes. Daher sei es verboten, Wasser aus betroffenen Gewässern zu pumpen, um landwirtschaftliche Flächen zu bewässern. Überdies appelliert das Landratsamt an alle Anlieger, auf Wasserentnahmen auch für häusliche Zwecke zu verzichten. Betroffen sind laut Mitteilung im Bodenseekreis nahezu alle Gewässer, besonders aber kleinere Bäche. „Zwar haben wir im Bodensee dieses Jahr glücklicherweise relativ hohe Pegelstände“, berichtet Steger. „Für viele Flüsse, Bäche und Gräben gilt das aber leider nicht. Der Regen der letzten Wochen hat mengenmäßig nicht ausgereicht, um dort die Wassermenge oberhalb der kritischen Marken zu halten.“

Eine wesentliche Entschärfung der Lage sei bislang nicht in Sicht, denn die erwarteten Regenmengen werden weiter insgesamt eher gering sein, schätzt man im Landratsamt die Lage ein. Die Temperaturen werden in den nächsten zwei Wochen voraussichtlich hochsommerlich bleiben. „In solch einer Situation macht es sich schon bemerkbar, wenn an mehreren Stellen Wasser abgepumpt wird“, erklärt Iris Steger.

Unter normalen Umständen sei das kein Problem und die Landwirte hätten dafür auch Genehmigungen. Diese gelten aber nicht mehr, wenn die Wasserläufe einen bestimmten Pegelstand unterschreiten. Lediglich an der Argen sei derzeit noch eine eingeschränkte Wasserentnahme möglich, allerdings nur durch Beregnungsverbände. Das sind Zusammenschlüsse, die für mehrere Landwirte nach genauen Vorgaben die Wasserentnahme koordinieren.

An einigen Stellen ist der Mangel für die Wasserlebewesen bereits bedrohlich. Vor allem in begradigten Wasserläufen fließt das Wasser sehr schnell ab und es bleiben keine Unterschlupfmöglichkeiten mehr. Auch heizt sich das Wasser stärker auf. 23 Grad seien keine Seltenheit – für Fische und andere Tiere extreme Bedingungen.

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