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Bodenseekreis Vier neue Helfer im DRK-Notfallnachsorgedienst

Der Notfallnachsorgedienst im DRK-Kreisverband Bodenseekreis freut sich über Verstärkung: Vier neue Helfer arbeiten ehrenamtlich im Team mit. Sie leisten nach Unfällen, Unglücken oder Schicksalschlägen "Erste Hilfe für die Seele", wenn Menschen plötzlich allein dastehen oder Augenzeugen waren. Die Einsatzzahlen des Teams steigen jährlich.

Bodenseekreis – Freude beim Notfallnachsorgedienst im DRK-Kreisverband Bodenseekreis: Das Team der ehrenamtlichen Helfer ist um vier neue Mitglieder gewachsen, die derzeit in Ausbildung oder Hospitation sind, heißt es in einer Mitteilung des DRK-Kreisverbands. So sind jetzt kreisweit 18 Mitglieder im Notfallnachsorgedienst (NND) aktiv. NND-Leiterin Rosemarie Schmied und ihr Stellvertreter Markus Klein freuen sich über die Verstärkung. Denn auch im Jahr 2016 stiegen die Einsatzzahlen des NND weiter an. 84 Mal waren die ehrenamtlichen Helfer im gesamten Kreisgebiet gefordert. Im Jahr 2015 waren es noch 80 Einsätze. Die NND-Helfer betreuten 203 Menschen und leisteten insgesamt 1614 Stunden ehrenamtlich, sowohl im Einsatz als auch bei Dienstabenden und Fortbildungen. Diese Zahlen gehen aus der Statistik hervor, die die NND-Leitung veröffentlichte. Rosemarie Schmied und Markus Klein wurden im Februar für weitere vier Jahre als Gruppenleitung und Stellvertretung bestätigt.

Für die 18 ehrenamtlichen Helfer sind die Einsatzzahlen keine bloße Statistik. Sie helfen, wo Menschen Augenzeugen eines schweren Unglücks werden oder nach einem persönlichen Schicksalsschlag plötzlich allein sind: ein Angehöriger stirbt bei einem Unfall, durch einen medizinischen Notfall oder durch Selbstmord, ein Baby wacht nicht mehr auf. Wenn Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr oder der Arzt gegangen sind, bleiben Angehörige oder Freunde, manchmal auch Augenzeugen zurück, die das Geschehen nicht begreifen können.

Seit 18 Jahren stehen in solchen Situationen NND-Helfer den Hinterbliebenen auf Wunsch zur Seite, erklärt NND-Leiterin Rosemarie Schmied. Die Helfer hören zu, reden, schweigen, trösten – und sie organisieren. Sie informieren Angehörige oder Freunde, helfen bei den ersten organisatorischen Schritten. Hinzugerufen werden die Helfer unter anderem von Polizei und Feuerwehr, vom Rettungsdienst und von Kliniken. Auch Privatleute können die NND-Helfer jederzeit über die Rettungsleitstelle Bodenseekreis zu Hilfe rufen. Meist dauern die Einsätze zwei, drei Stunden, aber auch bis zu acht Stunden waren die Helfer vergangenes Jahr vor Ort, wie Markus Klein bilanziert.

Die Helfer arbeiten ausschließlich ehrenamtlich und werden auf ihre Aufgabe intensiv vorbereitet. Der NND finanziert sich durch Spenden. Informationen beim DRK-Kreisverband, Telefon 07541/504-0, oder im Internet: www.drk-kv-bodenseekreis.de

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