Der Angeklagte, 1964 geboren, wird verdächtigt, illegal von diversen Pornofilmen Raubkopien gezogen zu haben. Es soll sich nach Auffassung der Staatsanwaltschaft um rund 370 000 Film-DVDs handeln, für die der Mann nicht die erforderliche Lizenz besaß. Der Angeklagte wird des mehrfachen Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz und Urkundenfälschung verdächtigt. Die Tatzeit soll zwischen Anfang 2005 und Anfang 2007 liegen.
Nach Mitteilung des Gerichts liegt eine Verständigung zwischen Angeklagtem und Staatsanwaltschaft vor, wonach der Mann bei einem Geständnis mit einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe rechnen könne. Der mutmaßliche Tatort liegt zwar im Bodenseekreis, verhandelt wird dennoch am Landgericht Mannheim. Denn die dortige Wirtschaftsstrafkammer ist für große Wirtschaftsstrafsachen im badischen Landesteil zuständig.