Bodenseekreis Sie plädieren für Saft statt Alkohol
Ab September rollt die neue Saftbar durch den Bodenseekreis. Gestern trafen sich alle am Projekt Beteiligten mit den Sponsoren zum Start am alten Landratsamt. Bild: Bild: Geiling
Mit dabei waren die Sponsoren, die insgesamt 23 000 Euro für diese originelle Einrichtung aufgebracht hatten.
„ALOA – Alles ohne Alkohol“: Unter diesem Motto rollt das Saftmobil ab dem 1. September durch den Bodenseekreis. Vereine und Organisationen könnten die Bar ab sofort gegen einen Tagessatz von 25 Euro reservieren und ab September ausleihen, um alkoholfreie Getränke anzubieten. Wie ein Snack-Verkaufswagen verfüge der Anhänger über Verkaufsluken und im Inneren über alles, was eine gute Bar brauche: Kühlschränke, Arbeitsplatten, Mixer und mehr. „Attraktive, alkoholfreie Getränke auf Festen und Veranstaltungen zu jugendgerechten Preisen anzubieten, das ist kurz gefasst die Aufgabe von ALOA“, so Köster.
Annabelle Munding, die Beauftragte für Suchtprävention beim Landkreis, erinnerte daran, dass die Arbeitsgemeinschaft Sucht die Projektgruppe Jugend und Alkohol 2008 initiiert habe. Akteure von Vereinen, Verbänden, Beratungsstellen, der Polizei, der Jugendarbeit und der Verwaltung arbeiteten seitdem zum Thema „Missbrauch von Alkohol bei Kindern und Jugendlichen im Bodenseekreis“ eng zusammen. Hier sei auch der Grundstein für das Projekt mobile Saftbar gelegt worden.
Die Notwendigkeit, sich um das Thema Jugend und Alkohol zu kümmern, sei aufgrund einer steigenden Zahl von Kindern und Jugendlichen entstanden, die mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden seien oder mit einem für ihr Alter hohen Promillegehalt von der Polizei aufgegriffen und nach Hause gebracht worden seien, ergänzte Köster. Die Projektgruppe Jugend und Alkohol habe bekanntlich verschiedene erfolgreiche Aktionen gestartet. „ALOA“ setze ebenfalls auf attraktive Prävention. Man könne bei Festen auch ohne Alkohol Spaß haben. Köster: „Ziel ist es nicht, Alkohol zu verdammen, sondern für einen verantwortungsvollen Umgang im Rahmen des Jugendschutzes und für attraktive Getränke-Alternativen zu werben.“
Denn der mobilen Saftbar fehlt es vor allen ...