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Bodenseekreis Regional fehlen 12 000 Fachkräfte

IHK: In der Region Bodensee-Oberschwaben fehlen dieses Jahr 12.000 FachkräfteAktualisierte IHK-Fachkräfteprognose liefert neue Daten

In der Region Bodensee-Oberschwaben fehlen nach Mitteilung der Industrie- und Handelskammer (IHK) 12 000 Fachkräfte. Folglich bleibt jede 17. offene Stelle unbesetzt. Damit stellt sich die Situation in der Region Bodensee-Oberschwaben ähnlich dar wie im Schnitt von Baden-Württemberg. Dies ergibt die Analyse des jetzt aktualisierten Fachkräftemonitors der Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg. Die interaktive Webanwendung vergleicht Fachkräfteangebot und -nachfrage in 105 Berufsgruppen und 17 Branchen in den zwölf Regionen Baden-Württembergs bis zum Jahr 2025. „Auf der Grundlage dieser empirisch fundierten Daten wird klar: Es gibt in der Region einen deutlichen Fachkräftemangel, der sich in den kommenden Jahren in den Hauptmangelberufen kaum entschärfen wird. Bis zu seinem nächsten Höhepunkt im Jahr 2021 wird dieser Mangel auf 23 000 Personen ansteigen“, erklärt Heinrich Grieshaber, Präsident der IHK Bodensee-Oberschwaben.

In der Region fehlen 6500 Fachkräfte, die eine höhere Qualifikation, etwa eine Weiterbildung zum Meister oder Fachwirt, haben. Den größten Mangel verzeichnet der Gesundheits- und Pflegebereich, hier fehlen 1300 höher qualifizierte Fachkräfte, wie Fachkrankenschwestern oder leitende Pflegefachkräfte. Rund 18 Prozent mehr offene Stellen als Fachkräfte gibt es in der Technischen Forschung und Entwicklung, in Bereichen wie der CAD-Konstruktion, der Maschinenbautechnik oder bei den Industriemeistern. Auch bei den Akademikern klafft eine Lücke zwischen Angebot und Nachfrage: Trotz des Ausbaus der Universitäten und Hochschulen sowie gestiegener Absolventenzahlen werden den regionalen Unternehmen dieses Jahr 1800 Akademiker fehlen, die größte Gruppe darunter sind die Ingenieure mit 1300 fehlenden Kräften.

Gleichzeitig gebe es Berufsgruppen, Branchen und Regionen, in denen zeitweilig an Überangebot an Fachkräften zu beobachten sei. So herrsche beispielsweise ein leichter Überschuss bei den Sprach-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften vor. Auch im Bereich Land- und Forstwirtschaft und bei den Reinigungsberufen gebe es mehr Personal als offene Stellen. Auch bei den Hilfsberufen ist generell ein Überschuss an gering qualifizierten Arbeitskräften zu beobachten. Zudem werde die Fachkräftenachfrage auch in Zukunft konjunkturell bedingt erheblich schwanken. Doch auch wenn es der Wirtschaft schlechter gehe, werde es aufgrund des demografischen Wandels nicht mehr wie bislang zu großen Fachkräfteüberschüssen kommen. Selbst die zum Teil deutlichen Überschüsse bei den Hilfskräften lösen sich bis 2025 nahezu auf.

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