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Bodenseekreis „Programm wird nicht von der Spitze geschrieben“

Alexander Gaus ist Grüner Kandidat für das Direktmandat im Wahlkreis Bodensee

Alexander Gaus, 28 Jahre alt, tritt für die Grünen im Wahlkreis 293 Bodensee als Kandidat für das Direktmandat zur Bundestagswahl an.
Alexander Gaus, 28 Jahre alt, tritt für die Grünen im Wahlkreis 293 Bodensee als Kandidat für das Direktmandat zur Bundestagswahl an. | Bild: Grüne

Die Grünen sehen sich für den Bundestagswahlkampf auch im Bodenseekreis gut aufgestellt und setzen auf das Direktmandat. Im Friedrichshafener Graf-Zeppelin-Haus ist der 28-jährige Alexander Gaus gewählt worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Partei. „Wir haben es bei den Landtagswahlen gesehen, dass die politische Situation über längere Zeit schwer vorhersehbar ist. Ich möchte die Chance unterstreichen, dass es uns möglich ist, hier im Wahlkreis 293 Bodensee das Direktmandat zu holen“, wird der Landtagsabgeordnete Martin Hahn in der Mitteilung zitiert.

Für die Direktkandidatur gab es vier Bewerber: Isolde Riede, Vorsitzende des Grünen-Ortsverbandes Überlingen und Vorstandsmitglied im Kreisverband; Dogan Cimen, selbstständiger Unternehmer aus Meckenbeuren und Mitglied im Ortsvorstand Friedrichshafen; Markus Böhlen, langjähriges Mitglied im Gemeinderat Immenstaad und Gründungsmitglied des Ortsverbandes Immenstaad. Alexander Gaus, Vorstandsmitglied im Kreisverband, gewann die Wahl mit breiter Unterstützung der Mitglieder; im ersten Wahlgang verfehlte er mit lediglich zwei Stimmen die absolute Mehrheit, im zweiten Wahlgang setzte er sich dann mit einer knappen Zweidrittelmehrheit durch, teilen die Grünen mit.

Gemeinsam mit den Mitgliedern möchte Gaus die Bevölkerung von grünen Konzepten und der Notwendigkeit eines Regierungswechsels überzeugen. Er betont die Potentiale, die ausgehend von einer Energie- und Agrarwende in einer nachhaltig gestalteten, lebenswerten und wirtschaftsstarken Region liegen. Er sieht die Notwendigkeit einer chancengerechten und solidarischen Gesellschaft, wie er sie beispielsweise mit der Idee der grünen Bürgerversicherung verwirklichen möchte.

Zusammen mit allen Interessierten aus der Partei und der Bevölkerung möchte Gaus seine Konzepte auch in Hinblick auf die Erstellung des Bundeswahlprogramms diskutieren. Denn „als eine Partei, die die Basisdemokratie ernst nimmt“, sagt Gaus „wird das Programm nicht von der Spitze geschrieben, sondern entsteht maßgeblich in der Diskussion von den interessierten Beteiligten vor Ort in allen Kreisen der Republik.“

Der 28-Jährige wohnt mit seiner Partnerin in Konstanz, hat seine familiäre und politische Heimat jedoch auf der Nordseite des Sees. Er ist in Owingen aufgewachsen, hat beim Roten Kreuz Zivildienst geleistet und eine Ausbildung zum Rettungssanitäter absolviert. Nach seinem Studium der Politik- und Informationswissenschaft in Regensburg und Washington D.C. macht er nun bis zum Frühjahr 2013 seinen Master in Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz. In die Partei ist er 2009 in Regensburg eingetreten und ist seit 2010 Mitglied des Kreisvorstand der Grünen im Bodenseekreis. 2010 bis 2011 war er Kreisvorsitzender der Jungen Europäischen Föderalisten im Bodenseekreis.

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