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Bodenseekreis Piraten im Kreis mit neuem Kapitän

23.01.2012
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Roman Brauchle löst auf Kreisparteitag Richard Holderied ab

Der Kreisverband Ravensburg-Bodenseekreis der Piratenpartei hat seit Samstag einen neuen Vorstand. Beim Kreisparteitag in Markdorf wählten die 16 akkreditierten Mitglieder ein neues Führungsteam. Seit der Entstehung des Kreisverbandes im Jahr 2009 führte Richard Holderied als Erster Vorsitzender den Kreisverband. „Er hat sich wirklich eine kreative Pause verdient“, sagte Parteimitglied Stephan Hestermann auf dem Parteitag.

In einem spannenden Wahlgang, bei dem Roman Brauchle und der bisherige stellvertretende Vorsitzende Carsten Göpfert zur Wahl standen, wurde mit einer Stimme Mehrheit Roman Brauchle zum ersten Vorsitzenden gewählt. Carsten Göpfert wurde als stellvertretender Vorsitzender im Amt bestätigt.

Schatzmeister Timo Armbruster verlässt die Region. Er hatte die Kassenführung 2010 bis Juli 2011 nach chaotischen buchhalterischen Anfängen in Form gebracht. Hier stimme jetzt alles, so die Kassenprüfer. Robert Lange löst ihn als Schatzmeister ab.

Zuvor hatten sich die für die Vorstandsposten zur Verfügung stehenden Piraten persönlich vorgestellt und Fragen beantwortet. „Ich will zu 100 Prozent auf der guten Vorarbeit von Richard Holderied aufbauen“, sagte Roman Brauchle. Die politische Richtung der Piraten war eher weniger Thema der Versammlung. Beim Kreisparteitag 2012 ging es um organisatorische Angelegenheiten. Wohl eines der wichtigsten Themen ist die Mitgliederfrage. Nach aktuellem Eintritt von vier Mitgliedern am Samstag beim Kreisparteitag zählt der Kreisverband 112 Piraten. „Wir brauchen ein starkes Team“, sagte der Vorsitzende.

Dazu müsse man weitere Mitglieder gewinnen und zwar aktive. Bis zur Bundestagswahl 2013 soll bei den Piraten im Kreisverband Ravensburg-Bodenseekreis die Öffentlichkeitsarbeit verbessert, mit Info-Ständen persönlicher Kontakt zu den Leuten hergestellt und an Stammtischen auch vorgegebene Themen diskutiert werden. Außerdem würden sie gerne einen Landesparteitag im Kreis ausrichten.

Parteimitglied Markus Rimpel regte an, Neumitglieder besser mit ins Piratenboot zu integrieren. Dazu wird eine Arbeitsgruppe gebildet. Die auf dem Programm stehenden Satzungsänderungen waren formaler Art. Insgesamt setzt die Partei auf Transparenz und stellt Protokolle, Aktivitäten und persönliche Profile auf die Internetseite.

„Unsere Politik muss nachvollziehbar sein“, so der Bezirksvorsitzende Jochen Schmidberger. Er war eigens aus Tübingen angereist. „Ich will unsere Leute kennenlernen, dann kann ich später die Kommentare im Netz besser einschätzen“, sagte er.

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